Fotorealistisch

Adams: Nixon in China
Kopenhagen | Det Kongelige Teater

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Das größte Ereignis hier ist die Musik. Gut, John Adams hat für seine Oper «Nixon in China» ein Geflecht von Ohrwürmern komponiert, dieses mit einem treibenden Rhythmus unterlegt und mit Pop-, Jazz-, Barock-, Strauss- und Wagner-Zitaten angereichert. Aber es bleibt bei dieser Musik, die viel mehr ist, als man gemeinhin unter «Minimal Music» versteht, auch etwas Schwebendes zurück, ein leicht irrlichterndes Sentiment. Das bedient Alexander Vedernikov an der Kongelige Opera Kopenhagen zusammen mit dem Royal Danish Orchester.

Aber er lässt sich dadurch nicht von seinem großen Plan abbringen. Und der ist mitreißendes Theater in einem großen, elastischen, extrem zielorientierten Bogen. Der gesamte erste Akt mit seiner Dauer von gut einer Stunde ist ein einziges Crescendo, beginnend mit einem scheuen Chor, der sich mit der Ankunft Nixons das erste Mal eklatant steigert. In Wellen erhöht Vedernikov die Intensität, bis sich beim großen Gelage Nixons Euphorie haltlos Bahn bricht.

All dies ist historisch verbürgt. 1972 besuchte Richard Nixon als erster US-Präsident die Volksrepublik China und traf dort Mao Tse-tung. Im Grunde handelte er noch im Rausch der Mondlandung zweieinhalb Jahre ...

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Opernwelt Juli 2019
Rubrik: Panorama, Seite 44
von Egbert Tholl

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Personalien | Meldungen Juli 2019

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