Eskapistischer Spaß

Moreno Torroba: Luisa Fernanda
Nordhausen | Theater

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Die spanische Revolution von 1846 war offenbar eine beschauliche Angelegenheit. Es blieb viel Zeit, um die Straße zu fegen, sich erotisch neu zu orientieren oder die politische Richtung zu ändern. Selbst die Unterlegenen konnten in aller Ruhe den Kampfplatz verlassen, jedenfalls wenn man der recht konventionellen Sicht des spanischen Regisseurs Alfonso Romero Mora glaubt.

Die Titelheldin von Federico Moreno Torrobas Zarzuela «Luisa Fernanda» steht genretypisch zwischen zwei Männern.

Der eine hat sich in die oberflächliche Herzogin verguckt, der andere liebt sie leider nicht zurück. Zwischendurch wird mal zu folkloristischer, mal zu international aufpolierter Musik getanzt, bis der Tenor die Fürstin verlässt und der Bariton auf die Vernunfthochzeit mit Luisa Fernanda verzichtet, damit sie zu ihrer wahren Liebe finden kann.

Ricardo Sánchez Cuerda hat eine Wand mit allerlei Türen in den Guckkasten gebaut, die am Anfang kippt und den Blick auf Bühnenarbeiter freigibt, die an den Handzügen ebenso pittoresk wirken wie die Figuren in den Nebenhandlungen. Der Plot des Stücks ist also überschaubar, die schicksalhaften Wendungen sind mäßig motiviert, die Produktion am  ...

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Opernwelt Januar 2017
Rubrik: Panorama, Seite 45
von Uwe Friedrich

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