Es werde Licht

Installationen von rosalie bei den Donaueschinger Musiktagen und bei «Norma» in Saarbrücken

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Die Verbindung computergesteuerter Sounds mit Lichteffekten ist in der kommerzialisierten Technoszene gang und gäbe. Die klassische Konzertsituation, selbst der neuesten Musik, hält sich von solch grenzüberschreitender Wahrnehmung fern. Nicht körperbefreiende Ek­stase oder gar Trance, sondern rationale Versenkung ins Kunstwerk ist ihr Ziel.

Der österreichische Komponist Georg Friedrich Haas und die Künstlerin rosalie haben in ihrem «Konzert für Licht und Orchester» mit dem Titel «Hyperion», das zum Abschluss der diesjährigen «Donaueschinger Musik­tage» uraufgeführt wurde, einen kühnen Versuch unternommen, Avantgardemusik und moderne Lichtinstalla­tion, Klänge und Farben, unabhängig voneinander und doch aufeinander bezogen zusammenzubringen.
Haas’ Partitur enthält neben den Instrumentalstimmen des in vier Gruppen geteilten Orchesters eine obligate Lichtstimme, die einerseits solistisch führt, andererseits den streng geregelten Ablauf des vierzigminütigen Werks wie ein Metronom bestimmt. In der Donau­eschinger Baar-Sporthalle waren die vier Orchestergruppen – massiv besetzte Strei­cher, drei Klaviere, Holz- und Blechbläser – einander gegenüber an den Seiten platziert, die Halle ...

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Opernwelt Dezember 2006
Rubrik: Magazin, Seite 24
von Uwe Schweikert

Vergriffen
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