Entführung aus dem Fundus

Spohrs „Alchymist“ in Braunschweig

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Louis Spohr spielt als Opernkomponist nur eine Nebenrolle im Repertoire. Allenfalls «Jessonda» und seine Vertonung des Faust-Stoffes sind ab und an zu sehen. Kaum mehr als eine Ahnung hat sich beim Publikum davon bewahren können, welch einflussreiche und hoch geschätzte Künstlerpersönlichkeit Spohr zu Lebzeiten war. «Avantgardist des Musiklebens seiner Zeit» hat ihn die Nachwelt gar betitelt. In diesem Jahr gibt es nun Anlass zur Erinnerung. 
Spohrs 150. Todestag ist zwar erst am 22.

Oktober, das Staatstheater Braunschweig hat den Sohn der Stadt aber schon jetzt mit einer Premiere geehrt. «Der Alchymist» aus dem Jahr 1830 kam dort auf die Bühne. Gut 170 Jahre war Spohrs Oper nicht zu hören – eine wahre Wiederentdeckung. Der Dirigent Christian Fröhlich hat eine praktische Fassung eingerichtet, Regisseur Uwe Schwarz, langjähriger Oberspielleiter am Haus, eine Bearbeitung der Dialoge vorgenommen. Spohr kehrt beim «Alchymisten» zur Nummernoper zurück. Die gesprochenen Dialoge übersetzt Uwe Schwarz in eine neue Sprache. Heutiger und verständlicher wirkt die aber kaum.
Die Geschichte kreist um den Alchymisten Don Felix de Vasquez. Er steht für den in sich gekehrten, nach den ...

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Opernwelt Juli 2009
Rubrik: Panorama, Seite 41
von Christian Schütte

Vergriffen
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