Ensemblekunst

Freiburg, Mozart: Idomeneo

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So richtig freuen kann er sich nicht, der König. Obwohl sein Sohn Idamante dank des deus ex machina, der in Freiburg vom Chor und nicht – wie bei Mozart – von ­einem Bass gesungen wird, sein Leben behält. Der abgedankte König wendet sich ab von der Spielfläche und wirft einen imaginären Stein flach ins Publikum – das war’s dann also. Keine abgeschlagenen Götterhäupter, keine Irritationen, keine Sensationen: Ludger Engels’ Interpretation von Mozarts «Dramma per musica» vollzieht sich in unaufgeregten, zeitgemäßen Bahnen.

Die in Kooperation mit dem Theater Aachen entstandene Produktion siedelt «Idomeneo» (gespielt wird weitgehend die Münchner Fassung) nach den Worten des Regisseurs in einer Phase der Bundesrepublik an: Der Konflikt ist vorüber, langsam kehrt Normalität in Christin Vahls Einheitsbühnenraum zurück, der in der Martialik seiner Architektur und einer rundum domestizierten Natur (Pflanzen – Birkenstämme – existieren nur noch im Furnier) an die Herrschaftsarchitektur eines ­Albert Speer erinnert. Richtig konkret wird Engels indes selten.
Assoziationen sind erlaubt, werden aber nicht aufgezwungen. Es ist nicht die große Idee, die diese Produk­tion auszeichnet, sondern eher ...

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Opernwelt Februar 2007
Rubrik: Panorama, Seite 45
von Alexander Dick

Vergriffen
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