Emphase und Expertise

Eine Würdigung des verstorbenen Musikkritikers Peter Hagmann

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Die Schweizer Sprache hält einige Besonderheiten bereit, die man von außen her doch eher amüsiert betrachtet. Dazu zählt auch, neben der charmanten Begrüßung «Grüezi» und der flotten sportlichen Anfeuerung «Hopp Schwyz» auch der Begriff des «Redaktors», der bei Weitem nicht so charmant klingt wie das hochdeutsche «Redakteur», dieser eher prosaischen Tätigkeit aber die nötige Sachlichkeit verleiht.

Peter Hagmann war über viele Jahre hinweg, von 1989 bis zu seiner Pensionierung 2015, ein solcher «Redaktor» – doch nie einer, der seine Liebe zur Musik und zum Musiktheater verbergen mochte.

Ein wenig lag dies wohl auch daran, dass Hagmann, 1950 in Basel geboren, nicht nur promovierter Musikwissenschaftler, sondern zudem ein waschechter Organist (mit Diplom) war, sprich: ein ausübender Musikant, der um die Tücken eines  Notentextes oder einer Partitur und ebenso um jenes berühmte Lampenfieber wusste, das selbst größte Künstlerinnen und Künstler ein Leben lang begleitet hat. Seine Texte gründeten auf diesem Respekt, in ihnen verband sich eine stets konstruktive Kritik mit einem stupenden Kunst -verständnis. Ein freundschaftlich Verbündeter also, dem es nie darum ging, seine Position als ...

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Opernwelt August 2025
Rubrik: Magazin, Seite 73
von Jürgen Otten

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