Editorial Dezember 2021
Liebe Leserin, lieber Leser,
ich weiß nicht, wie es Ihnen geht. Aber ich bin gerne im Ruhrgebiet unterwegs. Über die spezielle «Schönheit» dieses «Landstrichs» brauchen wir uns nicht zu unterhalten. Nur so viel: Es gibt auch hier Schönheit(en)!
Neulich war ich aus diesen und anderen (ja, richtig: beruflichen!) Gründen in Gelsenkirchen, bei einem «Otello» von Rossini am Musiktheater im Revier.
Wie stolz diese Stadt auf ihr Theater ist (wenn es schon mit dem dortigen Bundesligaklub eher mau läuft)! Recht so! In der Pause traf ich allerdings einen Kollegen, der ganz nachdenklich war. Seit die Pandemie-Beschränkungen uns wieder Teilhabe an der Live-Kultur ermöglichen, so konstatierte er, habe er das Gefühl, dass bei Freundinnen und Freunden der Oper im Rahmen ihrer jetzigen Kulturausflüge eine Ernüchterung eingetreten sei. Ehrlicher ausgedrückt (denn wir sind ja im Ruhrgebiet): Das Regietheater gehe ihm selbst so auf den Geist – und die Leute würden das auch endlich kapieren!
Nun, ich bin da etwas anderer Meinung. Denn just kam ich doch aus Bremen nach Gelsenkirchen angereist. Und was ich angesichts von Ulrike Schwabs Inszenierung von Leoncavallos «Pagliacci» am Theater Bremen erleben ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt Dezember 2021
Rubrik: Editorial, Seite 1
von Arno Lücker
Über Jesus Christus und Richard Wagner, heißt es, seien so viele Texte geschrieben worden wie sonst über keine anderen historischen Figuren. Ob das stimmt, bleibe dahingestellt. Aber als Religionsstifter eigener Art hat Wagner jedenfalls durchaus fungiert. Entsprechend polarisierend war die Rezeption zwischen Verklärung und Verteufelung von der Mitte des...
arte
05.12. – 17:40 Uhr
Concerto per Milano
Es ist eine Institution: Jeden Sommer wird das «Concerto per Milano» auf dem Platz vor der prächtigen Kulisse des Mailänder Doms aufgeführt – bei freiem Eintritt. Die Filarmonica della Scala di Milano unter Chefdirigent Riccardo Chailly spielt Tschaikowskys «Capriccio italien» op. 45 und die erste Suite aus dem Ballett...
JUBILARE
Eric Halfvarson debütierte 1973 als Basilio in Rossinis «Il barbiere di Siviglia» im Rahmen der Lake George Opera Tour (der heutigen Opera Saratoga). Von da aus führte ihn sein Weg zunächst ans – von ihm mitbegründete – Opernstudio der Houston Grand Opera, auf deren Bühne der Bass bereits in kleineren Partien auf sich aufmerksam machte. In den...
