Editorial

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Vor zehn Jahren erschien die erste «Opernwelt»-CD. Die Reihe, die seitdem entstanden ist, kann sich sehen und vor allem hören lassen. Immer standen Sängerinnen und Sänger im Mittelpunkt, die von der Plattenindustrie kaum oder einseitig wahrgenommen wurden. Immer haben wir Konzepte mit den Künstlern gemeinsam entwickelt, dabei nicht selten auf verborgene Schätze aus deren Privatarchiven bauend. Immer erschienen die Aufnahmen exklusiv für «Opernwelt»-Leser auf CD.

Viele rare Dokumente einer Sängergeneration, die gerade abtritt, wurden dabei erstmals einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Im letzten Jahr konnten wir Melitta Muszely und Sandor Konya im «Freischütz» präsentieren. Vorher war Anja Silja unsere Isolde; Martha Mödl sang Carmen und Schönberg. Julia Varady war in frühen Aufnahmen als Liedersängerin zu hören. Jean Cox erschien als Siegfried auf einem Bayreuth-Mitschnitt, den Wolfgang Wagner eigens für «Opernwelt» freigegeben hatte. Die lange Karriere der Anny Schlemm war durch viele Fächer und Genres zu verfolgen. Hinter solchen Projekten steckt viel Energie, Arbeit – und Freude. Denn es geht dabei letztlich um die lebendige Geschichte des ­Gesangs. Zum Jubiläum ...

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Opernwelt November 2007
Rubrik: Editorial, Seite 1
von Stephan Mösch

Vergriffen
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Medium der Musik

Das Königliche Theater in Kopenhagen hat viele Chancen verpasst, Inga Nielsen mit ihren Glanzpartien vorzustellen. Der Prophet hat es schwer im eigenen Land. Das Dänische Radio (DR/Danish Broadcasting Corporation) war klüger und hat den Weg der bedeutendsten dänischen Sängerin ihrer Generation durch Live-Mitschnitte und Studioaufnahmen zumindest ein Stück lang...

Akzentuiert und ausgewogen

«Ich versuche, bereits bei den ersten Proben die Partitur so verständlich zu machen, dass die Musiker – und durch sie auch die Zuhörer – alle Details hören können, die zu dem Werk gehören. Deswegen arbeite ich mit dem Orchester immer sehr ausführlich an der Artikulation und der Balance zwischen den einzelnen Instrumentengruppen.» So antwortete Simone Young kürzlich...

Sehnsucht nach dem «Draußen»

Ein Intendanz-Auftakt der leiseren, der eher unspektakulären Art: Tatjana Gürbacas Inszenierung von György Ligetis «Le Grand Macabre», mit der Generalintendant Hans-Joachim Frey als Nachfolger von Klaus Pierwoß seine Bremer Amtszeit beginnen lässt, verzichtet auf den Paukenschlag, der mit diesem so überschäumend vitalen Werk durchaus möglich gewesen wäre, und setzt...