Editorial

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Oper im Fernsehen – das ist eine Herausforderung der besonderen Art. Aber auch ein Erlebnis der besonderen Art. Der Zuschauer im Parkett oder auf dem Rang sieht anders als Kameras, die zum Beispiel ein ­herangezoomtes Gesicht als schillernde Gefühlslandschaft zeigen können. Das Ohr im Saal hört anders als Mikrofone, mit denen sich das Wechselspiel von Stimmen und Instrumenten, Nähe und Ferne simultan aus verschiedenen ­Positionen verfolgen (und am Mischpult ausbalancieren) lässt.

Es ist diese akus­tisch-visuelle Präsenz der Künstler und des emotionalen Geschehens, die Oper im Fernsehen eigenen Reiz verleiht. Der Kunst angemessene Ergebnisse erzielt freilich nur eine TV-Regie, die sich für mehr interessiert als für schöne Bilder: für den Kern eines Stücks und einer Produktion.
Wenn eine Fernsehanstalt solche Qualitäts­ansprüche erfüllt, ist es der deutsch-französische Kultursender ARTE. Seit vielen Jahren hat ARTE immer wieder Maßstäbe bei der Vermittlung klassischer Musik im Fern­sehen gesetzt. Kein öffentlich-rechtlicher TV-Kanal bietet mehr Mitschnitte und Live-Übertragungen aus den großen Opernhäusern der Welt. Deshalb freuen wir uns über eine neue Partnerschaft der besonderen ...

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Opernwelt Dezember 2007
Rubrik: Editorial, Seite 1
von Stephan Mösch, Albrecht Thiemann

Vergriffen
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