Editorial

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Kürzlich hat der Bundesverband der Musikindustrie (IFPI Deutschland) seinen Wirtschaftsbericht 2008 veröffentlicht. Zahlen, die der Branche – zumal den vier verbliebenen Großkonzernen (EMI, Sony, Universal, Warner) – wenig Freude bereiten: Die Einnahmen aus dem Verkauf von Tonträgern sind weiter gesunken – in Deutschland gegenüber dem Vorjahr um vergleichsweise moderate 4,7 Prozent (auf knapp 1,6 Milliarden Euro), weltweit in zweistelliger Höhe. Bestätigung für einen Trend, der seit fast zehn Jahren anhält.

Niemand weiß genau, ob die Tage von CD und DVD gezählt sind, wie manche Lobbyisten unken. Sicher ist, dass es Zuwächse lediglich bei legalen Musik-Downloads aus dem Internet gibt. Die Verluste im CD-Bereich lassen sich damit nicht ausgleichen.
Kein Wunder also, dass die Plattenfirmen sich nach neuen Geschäftsfeldern umsehen – und dabei mehr und mehr zu «Music Entertainment Companies» (IFPI-Geschäftsführer Stefan Michalk) mutieren, die alles unter einem Dach vereinen: Musikproduktion, Rechtehandel, Konzertmanagement, Ticketvertrieb, Merchandising. Künstler sind in diesem System nicht mehr und nicht weniger als Produkte, die sich auf dem Markt behaupten müssen. Wer nicht genügend ...

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Opernwelt Juni 2009
Rubrik: Editorial, Seite 1
von Stephan Mösch, Albrecht Thiemann

Vergriffen
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