Editorial
Ein Symbol Berlins? Na klar, das Brandenburger Tor. Die Opernhäuser jedenfalls sind es nicht. Haben sie eine Chance, es jemals zu werden? Wie könnten sie dahin kommen? «Zwischen Aufbruch und Ärgernis» hieß ein Diskussionsabend am 16. Februar, zu dem «Opernwelt» gemeinsam mit der Stiftung Zukunft Berlin und der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste eingeladen hatte. Das Kulturzentrum Radialsystem am Ostbahnhof war überfüllt, zwischen 700 und 800 Gäste werden es wohl gewesen sein.
Wie stabil ist die wirtschaftliche Zukunft der drei Opernhäuser? Können, sollen, müssen wir damit leben, dass im Schnitt pro Abend 1500 Plätze leer bleiben in Berlin? Ist die ästhetische Vielfalt groß und kontrastreich genug, um den finanziellen Aufwand zu rechtfertigen? Wie könnten Projekte (nicht nur Spielpläne) aussehen, die Berlin als Ereignisraum mit besonderen Chancen aber eben auch besonderen Herausforderungen begreifen und nutzen? Solche Fragen treiben viele Menschen um – nicht nur diejenigen, deren Arbeitsplatz davon abhängt.
Auf dem Podium, neben den drei Berliner Opernchefs: Klaus Zehelein, der Präsident des Deutschen Bühnenvereins, und Gerard Mortier, der aus Paris weiß, was es heißt, wenn ...
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