Die Suche nach der idealen Fassung

Cimarosas «Gli Orazi e i Curazi» liegen als Mitschnitt der Ludwigsburger Schlossfestspiele vor

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Den mehr als vierzig komischen Opern Domenico Cimarosas stehen sechzehn Opere serie entgegen. Davon war «Gli Orazi e i Curazi» seine viertletzte. Geschrieben für Venedig anno 1796 wurde sie zur Erfolgsoper – vornehmlich auf italienischen Bühnen – und als solche kontinuierlich verunstaltet. Bei jeder Neuproduktion wurde die Partitur den jeweiligen Erfordernissen angepasst: Kürzungen hier, Änderungen in der Besetzung dort. Es zählte allein der Erfolg der Aufführung, nicht das Gebot philologischer Korrektheit.

Doch was wiegt schon der Wunsch nach solcher Korrektheit angesichts der Tatsache, dass es nicht eine einzige legitimierte Fassung, sondern infolge der Anpassungen gleich einen ganzen Fundus an Versionen gibt?
Für die Ludwigsburger Schlossfestspiele 2005 wurde aus diesen Fassungen eine Partitur filtriert, die den – wie es im Booklet heißt – «heutigen Anforderungen» entspricht und zeigen soll, «dass das Werk auch nach mehr als 200 Jahren nichts von seiner Lebendigkeit und Faszination eingebüßt hat». Nun liegt ein Mitschnitt dieser von Michael Hofstetter musikalisch verantworteten Produktion auf CD vor. Klanglich ist das Resultat bescheiden. Es gibt kaum Räumlichkeit, kaum ...

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Opernwelt Januar 2007
Rubrik: CDs, Seite 53
von Christoph Vratz

Vergriffen
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