Die beste Waffe ist die Ironie

Strauss: Ariadne auf Naxos Düsseldorf / Deutsche Oper am Rhein

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Der Rheinoper ist zum Saisonstart endlich wieder eine rundum überzeugende Eigenproduktion geglückt (Barrie Koskys Trickfilm-«Zauberflöte» ist ja «nur» ein schlauer Einkauf von der ­Komischen Oper Berlin). Altmeister Dietrich Hilsdorf läuft in der 150. Regie seiner Karriere zu großer Form auf. Es ist seine erste Begegnung mit dem von ihm bisher gemiedenen Richard Strauss.

Ausgerechnet die komödiantische «Ariadne auf Naxos» hat er sich vorgenommen, jene etwas in die Jahre gekommene Reflexion des Theaters über sich selbst, die mit ihren holzschnittartigen Klischees und Witzchen allzu oft banal oder langweilig gerät. Hilsdorf aber spielt elegant mit den Klischees, streift furchtlos die angelegten Plattitüden, räumt zugleich den Weg frei für Subtilitäten und neue Einsichten – und macht aus dem Stück eine federleichte Kammeroper.

Das Orchester sitzt hinten auf Dieter Richters Bühne, abgetrennt durch einen Gazevorhang, auf dem Arnold Böcklins berühmte «Toteninsel» prangt. Vorspiel und Oper spielen sich größtenteils zum Greifen nahe auf dem überbauten Orchestergraben ab. Die Umkehrung der Verhältnisse unterstreicht Richter, indem er das typische 1950-Jahre-Ambiente des Düsseldorfer ...

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Opernwelt Dezember 2014
Rubrik: Panorama, Seite 42
von Regine Müller

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