Der Befreier Tod

Luzern, Verdi: Rigoletto

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Lauter Applaus nach einer eindringlichen «Rigoletto»-Premiere. Der Beifall galt vorerst den Sängern – hier und da etwas unkritisch, muss man anmerken. Einer wunderbar innigen und zugleich brillant höhensicheren, in ihrer kindlichen Unerfahrenheit und Verletzlichkeit über­aus glaubwürdigen Jutta Böhnert als Gilda stand Hector Sandoval als Herzog gegenüber, der mit viel Kraft manche Wendung etwas frei gestaltete, jedenfalls die Leichtlebigkeit des Mantuaner Herzogs vor allem mit Intensität zu meis­­tern suchte.

Der stimmliche Kraftakt deckte sich in gewisser Weise auch mit der Regie, die den Lebemann zugleich als rücksichtslos und gewalttätig zeichnete. Gregor Dalal hingegen gewann als ­Rigoletto von Anfang an die Sympathien: In seiner Gespaltenheit aus Spaßmacher und einem Menschen, der in ständiger Angst um seine Tochter und damit auch der Entdeckung seiner wahren Identität lebt, ist er um ein weites Spektrum an Klangnuancen bestrebt. Leider mangelte es den leisen Tönen etwas an Substanz.
Der Beifall galt aber ebenso sehr der Inszenierung. Die junge Regisseurin Vera Nemirova, Assis­tentin von Ruth Berghaus und Meisterschülerin von Peter Kon­witschny, hat erneut auf sich aufmerksam ...

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Opernwelt März 2005
Rubrik: Panorama, Seite 43
von Hanspeter Renggli

Vergriffen
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