Der Ausstatter
Der Regisseur und Bühnenbildner Marco Arturo Marelli gehört heute zu den meistbeschäftigten Ausstattern des Musiktheaters. Ausstatter – dieser Begriff trifft vielleicht am besten das ästhetische Credo des gebürtigen Zürichers. Werkbezogene visuelle Opulenz war ihm stets wichtiger als der interpretatorische Überbau. Nach Studien- und Lehrjahren in seiner Heimatstadt erhielt Marelli Assistenzen in Wien, Salzburg sowie an der Staatsoper in Hamburg. Dort gab er 1974 auch sein Debüt als Bühnenbildner.
Regie führte Marelli erstmals 1981 in Mainz – für seine «Zauberflöte» hatte er zudem die Garderoben und die Kulissen entworfen. Bald verpflichteten den Allrounder auch große Häuser.
Neben Werken des Barockrepertoires und des 19. Jahrhunderts inszenierte und bebilderte er zahlreiche zeitgenössische Werke, unter anderen Ligetis «Le Grand Macabre» und Henzes «Der Prinz von Homburg», zuletzt Reimanns «Medea». Der Henschel Verlag hat aus Anlass von Marellis 60. Geburtstag einen Bildband herausgebracht, der sein mehr als drei Jahrzehnte überspannendes Schaffen dokumentiert.
Marco Arturo Marelli: «Ich höre den Raum».
Herausgegeben von Christoph Albrecht, mit einer Einführung von Oliver Láng und ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Es beginnt ruhig. Bassflöte, Bassklarinette und Fagott spinnen eine leise, dunkel getönte Melodie: e – e – d – e – a. Wie ein Engramm eröffnet sie Aribert Reimanns neue Oper. Was da klingt, ist der Name der Titelheldin: Medea (wobei das M als mi=e gilt). Ein fallender Ganzton und eine aufsteigende Quart prägen die Bewegung. Später kommt eine fallende Terz dazu....
ARTE
1.4. – 6.00 Uhr (Teil 1)
2.4. – 6.00 Uhr (Teil 2)
Der Kammerchor Accentus.
Musikalische Leitung: Laurence Equilbey. Transkriptionen von Werken von Mahler, Ravel, Schubert und Barber; Debussy, Ravel, Mahler, Prokofjew und Vivaldi.
3.4. – 8.00 Uhr (Teil 17)
Little Amadeus.
Zeichentrickserie über die Abenteuer des jungen Mozart. 17. Keine Angst vor Pocken.
4.4. – 10.10...
Der Weg von Prokofjews erster großer Oper «Der Spieler» verlief alles andere als geradlinig. Der Komponist schrieb sie während der Kriegsjahre 1915-1917 auf ein selbst verfasstes Libretto nach Dostojewskis gleichnamigem Roman von 1866, war ihm doch eine Uraufführung am St. Petersburger Mariinsky Theater in Aussicht gestellt worden. Der Ausbruch der...
