Déjà-vu

Kverndokk: Der Name der Rose
Erfurt | Domstufen-Festspiele

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Eine Weltpremiere sollte es werden am Fuße des Erfurter Doms: «Der Name der Rose» als Musical. Die beiden Norweger Øystein Wiik (Text) und Gisle Kverndokk (Musik) schrieben ihr Stück nach Umberto Ecos Jahrhundert-Roman quasi auf die Domstufen. Uraufgeführt wurde an diesem Abend allerdings nur die erste Dreiviertelstunde des Bühnenwerks.

Zunächst begrüßt Guy Montavon, Erfurts Generalintendant, auf der Kulissentreppe die 2000 Zuschauer. Lange schon ist das Festspielereignis ausverkauft. «Wir verlassen den Platz nicht, bis sieben Mönche abgemurkst sind», sagt Montavon.

Doch so weit kommt es nicht: Nach zweien wird schon Schluss sein an diesem Abend. «Toi, toi, toi»,  ruft er noch und klopft auf den Boden. Die Raben krächzen unheilvoll vom Dachfirst des Doms und fliegen fort.

Die Glocken läuten. Grün gewandete Mönche steigen die Stufen herab. Mit tief ins Gesicht gezogener Kapuze, Kordel um den Bauch, gruppieren sie sich auf der gewaltigen Treppe. Auf ihr lagern nicht minder gewaltige Fragmente eines Mosaiks; wie heruntergeflatterte Seiten liegen sie flach nebeneinander oder stehen hochkant wie Bücher, als wären sie aus dem Hauptportal des Doms gefallen. Die Fragmente können ...

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Opernwelt September/Oktober 2019
Rubrik: Panorama, Seite 61
von Nora Sophie Kienast

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