d’Albert: Tiefland

Frankfurt, d’Albert: Tiefland (Zweite Fassung)

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Rund hundert Jahre nach seiner Uraufführung taucht Eugen d’Alberts «Tiefland» wieder häufiger in den Spielplänen auf. In Zürich startete Matthias Hartmann unlängst eine Reise in virtuelle Klon-Welten (siehe OW 8/2006), in Frank­furt wanderte Anselm Weber nun in reelle Niederungen der Gegenwart.
Die schwierigen Seiten dieses Werks haben den Chef des Essener Schauspiels dabei offenbar weniger beschäftigt. Eine kritische Auseinandersetzung mit der plakativen Gegenüberstellung von freier Natur (Hochland) und drangvoller Besiedlung (Tiefland) ist in seiner Arbeit nicht zu erkennen.

Webers Versuch, die Geschichte im heutigen Gewand als Beziehungsdrama zu erzählen, geht den Problemen des Plots aus dem Wege – und auf den Leim: Die simple Zivilisa­tionskritik der Vorlage schlägt um in undifferenzierte Kapitalismuskritik.
Für das Vorspiel hat Hermann Feuchter eine Fototapete mit Bergpanorama, für die beiden Akte eine triste Fabrikhalle auf die Bühne gestellt. Der Mühlen­besitzer Sebastiano verpflichtet hier den Hirten Pedro als Mühlenbetreiber und lässt den mehligen Firmenalltag schon mal durch ölige Bauchtänzerinnen auf­lockern, wozu dann eine rot leuchtende Mühle herabsinkt: Moulin rouge – ...

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Opernwelt Februar 2007
Rubrik: Kurz berichtet, Seite 48
von Olaf Wilhelmer

Vergriffen
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Editorial

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