Bühnenbildner des Jahres
Dass Aleksandar Denic Set Design studierte, lag irgendwie in der Familie – ein Großonkel Bühnenbildner, Vater und Großvater Architekten. 1987 bekam Denic sein erstes professionelles Engagement beim Film, ein Jahr später am Theater. Er hat die Inneneinrichtung von Cafés und Bars entworfen, auch Kulissen für Events und Werbespots. Die Arbeit fürs Kino führte ihn kreuz und quer über den Globus, unter anderem schuf er die Bilderwelten für Emir Kusturicas «Underground», Uli Edels «Rasputin» und die Walt-Disney-TV-Serie «Heidi».
Vor allem aber baut er wuchernde Assoziationslandschaften fürs Theater. Sein bisher größter Coup: der Bayreuther «Ring»
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Opernwelt Jahrbuch 2014
Rubrik: Bühnenbildner des Jahres, Seite 52
von
Hatten Sie die Rolle der Zdenka vor Salzburg überhaupt auf dem Radar?
Nein, gar nicht. Man ist ja als lyrische Sopranistin naturgemäß auf Mozart fokussiert, auf Susanna oder Pamina. Ich wurde zu einem Vorsingen bei Christian Thielemann in Dresden eingeladen, das war noch zu meiner Zeit im Münchner Opernstudio. Da ich nichts von Strauss im Repertoire hatte, er aber...
Man kann es aufregend oder niederschmetternd finden, bereichernd oder befremdlich. Fest steht jedenfalls, dass die aktuelle «Ring»-Produktion in Bayreuth durch auseinanderstrebende Kräfte gekennzeichnet ist. Und das in einer Weise, wie sie so extrem bei den Festspielen noch nie der Fall war. Was ist geschehen?
Zunächst die Inszenierung. Frank Castorf deutet den...
Klappern gehört zum Handwerk. Dass es nicht reicht, einfach Gutes zu tun, ist nicht erst seit dem Siegeszug moderner Marketingstrategen eine Binsenweisheit. Man muss auch darüber reden. Und zwar öffentlich. Auf allen Kanälen. In allen Medien. Denn Aufmerksamkeit ist die knappste und deshalb besonders heiß umkämpfte Ressource des multimedial zerstreuten ...
