Breakdance und Jolohohe

Am Kap der Guten Hoffnung soll der Fliegende Holländer seinen Bund mit dem Teufel geschlossen haben. So will es die Legende. Jetzt mischt Wagners Oper dort das Kulturleben auf. Möglich wird dasdurch grandiose schwarze Stimmen, privates Geld und sozialen Ehrgeiz

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Direkt am Kap der Guten Hoffung ist nicht viel zu sehen. Man steht im Windschatten eines unscheinbaren Felsenfingers. Touristen knipsen sich gegenseitig nach dem bewährten «Take your picture here»-Hinweis. Ein paar Meter entfernt schnüffeln zerzauste Strauße nach Gräsern und fressbaren Steinen, mit denen sie ihre Verdauung anregen. Wesentlich spektakulärer sieht die Sache vom benachbarten Cape Point aus. Vom Leuchtturm dort, 209 Meter über dem Meer, hat man einen Blick über die ganze False Bay, um die sich eine grandiose Küstenstraße schlängelt.

Von hier aus sieht man auch jene gischtumtoste Klippe, bei der viele Legenden ansetzen. Hier soll der holländische Kapitän Hendrick van der Decken seinen folgenreichen Schwur getan haben: Wenn ihm Gott nicht helfe, hier durchzukommen, dann eben der Teufel. Sein Schiff verschwand daraufhin (manche sagen: 1680) spurlos und geistert seitdem spukend um das Kap. Außerdem taucht es in der Oper eines Komponisten auf, der seinerseits den Survivaltrip einer Seefahrt mit offenem Ausgang machen musste. Natürlich ist Südafrika nicht der einzige Ort, der den «Fliegenden Holländer» für sich reklamiert. Auch in Sandvik, zwischen norwegischen Fjorden, ...

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Opernwelt April 2011
Rubrik: Reportage, Seite 32
von Stephan Mösch

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