Aufhören kommt nicht in Frage

Anfang Juli wird sie 80 – und steht noch immer mitten im selbstgewählten Künstlerleben, als Regisseurin und Pädagogin. Gerade hat Brigitte Fassbaender in München Hans Werner Henzes «Jungen Lord» inszeniert, im Herbst werden ihre Memoiren erscheinen, und dann ist da noch das «Ring»-Projekt für Erl

Opernwelt - Logo

Die Sache mit der Banane, das spürte er, war keine gute Idee. Das Zweit-Rendezvous fällt daher anders aus, im schimmernden Rokoko-Gewand, das Affen eher selten tragen. Und nun mit einer silbernen Rose in der Hand, an der die Angebetete schnuppert: «Hat einen starken Geruch …»? Zu diesem Satz kommt es nicht, wir befinden uns schließlich bei Hans Werner Henze. Aber wenn «Der junge Lord» von Brigitte Fassbaender inszeniert wird, dann darf dieses wunderzarte  Selbstzitat einer Sängerinnen-Legende sein, die auf immer und ewig der einzig wahre Rosenkavalier bleiben wird.

Ein paar Wochen vor dem 80. Geburtstag, den sie am 3. Juli feiert, war Premiere am Gärtnerplatztheater. An einem Haus übrigens, wo sich die Fassbaender durchaus im Chefsessel sah. Es kam allerdings nicht zur zweiten Intendanz nach dem Tiroler Landestheater, Bayerns Politiker wollten eine andere Lösung. Im Nachhinein scheint es sogar besser für die Künstlerin – wie hätte sie sonst all ihre Vorhaben und Vorlieben relisieren sollen?

Es ist schwer, bei Brigitte Fassbaender einen Termin zu bekommen. Hier eine Regie, dort ein Meisterkurs, da ein Jury-Vorsitz, dann gibt es noch den Liedsommer im südtiroler Ort Eppan – es ist ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt Juli 2019
Rubrik: Magazin, Seite 62
von Markus Thiel

Weitere Beiträge
Schmerzlich leicht

Gelegentlich öffnet sich der Himmel des Liedgesangs. Für den Schreiber dieser Zeilen war’s etwa im Frühjahr 1964, als er in Graz Fritz Wunderlich mit Schumanns «Dichterliebe» live hörte. Die Einspielung dieses Zyklus durch den Tenor und Hubert Giesen darf als Referenz gelten; freilich folgt sie der auch heute noch weithin benutzten, 16 Lieder umfassenden...

Impressum Juli 2019

60. Jahrgang, Nr 7
Opernwelt wird herausgegeben von
Der Theaterverlag – Friedrich Berlin

ISSN     0030-3690
Best.-Nr.     752324

Redaktion Opernwelt
Nestorstraße 8-9, 10709 Berlin
Tel.: +49(0)30/25 44 95 55
Fax: +49(0)30/25 44 95 12
redaktion@opernwelt.de
www.opernwelt.de



Redaktion
Jürgen Otten, Albrecht Thiemann (V. i. S. d. P.)

Redaktionsbüro
Andrea Kaiser | redaktion@opernw...

Böse, böse

«Le vieil hiver a fait place au printemps;/ La nature s’est rajeunie»! Die Strecke von Lewes nach Glyndebourne – ein lockerer Vier-Meilen-Marsch – ist ohne Weiteres zu Fuß zu schaffen. Auf den Kreidekämmen der South Downs hat der Frühling nicht minder mächtig zugeschlagen als auf den ungarischen Feldern in Berlioz’ «Damnation de Faust». Sogar einen Hirten gibt es....