Auf Augenhöhe

Nach gut 15 Jahren gibt Christoph Meyer sein Amt als Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein aus gesundheitlichen Gründen ab. Würdigung eines Theatermachers, der die leisen Töne bevorzugt

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Wer in Düsseldorf das Opernhaus besucht, zumal wenn die Sonne scheu-warm vom Himmel auf den benachbarten Hofgarten herabblinzelt, kommt um den wohl größten Sohn der Stadt kaum herum. Und so muss man auch an diesem milden Spätwintertag sogleich an Heines Gedicht «Frühling» denken, an diese lichten, leichten Verse: «Die Wälder und Felder grünen, / es trillert die Lerch’ in der Luft, / Der Frühling ist erschienen / mit Lichtern und Farben und Duft.» In etwa so ist auch die Stimmung im Haus selbst: gelöst, freundlich, zugewandt. Kein Wunder, der Generalintendant feiert seinen 65.

Geburtstag, und schon am Vormittag hat eine Delegation seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein Ständchen dargebracht und ihm, nebst Blumen, Tiramisu sowie selbstgebackenem Kuchen, die seit Langem vergriffenen Schostakowitsch-Memoiren von Solomon Volkov aus dem Antiquariat besorgt und auf den liebevoll gedeckten Gabentisch gelegt.

Und dies nicht ohne Grund: Am Abend gibt es die sogenannte Förderkreis-Premiere der Neuinszenierung von Schostakowitschs «Lady Macbeth von Mzensk». Christoph Meyer mag das Stück, er mag auch die intelligent-zugespitzte Arbeit von Elisabeth Stöppler, die an der Rhein-Oper schon so ...

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Opernwelt April 2025
Rubrik: Magazin, Seite 72
von Jürgen Otten

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