Apropos...Figur
Frau Magee, in ein paar Wochen geben Sie Ihr Bühnendebüt als Salome. Haben Sie schon Bauchtanz geübt?
Bis jetzt nicht – obwohl ich den traditionellen Bauchtanz sehr feminin und sinnlich finde. Aber meine Erfahrungen mit Tanzunterricht bestehen im Wesentlichen aus einigen Ballettstunden. Obwohl ich Tanz sehr mag, wird aus mir sicher keine Tänzerin mehr.
Salome-Darstellerinnen zeigen oft nicht nur Stimme, sondern auch viel Haut – bis hin zu völliger Nacktheit.
Wie stehen Sie dazu?
Für mich hängt das davon ab, ob die Nacktheit in einer Produktion eine besondere Seite Salomes zeigen kann. Ich persönlich denke allerdings, dass es erotischer sein kann, nur die Idee von Nacktheit zu vermitteln. Ich habe von Produktionen gehört, wo alle nur noch darüber diskutierten, wie weit sich die Sängerin entblößt. Das finde ich langweilig, außerdem führt es für mich vom Stück wie von der Oper eher weg. Deshalb bevorzuge ich eine «geschmückte» Salome, wie sie Oscar Wilde beschrieben hat.
Dessen ungeachtet ist die Herausforderung groß, als Salome eine gute Figur zu zeigen. Wie halten Sie sich fit?
Eine gute Figur muss man heute für jede Rolle haben, aber die Herausforderung, als Sängerin fit zu sein, ist ...
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Opernwelt April 2011
Rubrik: Magazin, Seite 71
von Jörg Königsdorf
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Die «Erzähl»-Oper, hieß es da, sei ein Auslaufmodell, eine Sackgasse. Viele dachten damals, «The Silver Tassie» nach Sean O’Casey sei die letzte Turnage-Oper. Jetzt haben Sie es doch wieder gemacht...
Das ist schon...
Um Heinrich Sutermeister (1910-1996) ist es still geworden. Dabei war der Schweizer in den 40er, 50er und 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts ein bekannter Komponist, dessen Oper «Romeo und Julia» (uraufgeführt 1940 unter Karl Böhm in Dresden, mit Maria Cebotari und alternierend Christel Goltz in der weiblichen Titelrolle) damals über zahlreiche Bühnen ging, und...
