Apropos... Stilles Wirken

Mit Choreinstudierungen fing es an, mit Korrepetition, Assistenzen, die zu Dirigaten führten. Erst bei Opera 80 (heute English Touring Opera), dann bei der Glyndebourne Touring Opera, schließlich im Kernfestival. Als Musikchef der Opera North sorgte RICHARD FARNES zwölf Jahre lang für ein musikalisches Niveau, das jeder Hauptstadt würdig wäre. Covent Garden hat ihn längst entdeckt, im Februar gab er sein Met-Debüt.

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Herr Farnes, es ist ja recht still um Sie. Ihr Agent meinte, Sie gäben nicht gern Interviews.
Ach, wenn jemand mit mir sprechen möchte, helfe ich gern aus. Aber es stimmt, Selbstvermarktung ist mir unangenehm. Vielleicht bin ich auch einfach nicht ehrgeizig genug.

Wenn Ihnen Ruhm so wenig bedeutet: Wonach suchen Sie stattdessen?
Nach Zufriedenheit.

Wovon hängt die ab?
Davon, ob mir die tägliche Arbeit Freude macht. Vom Ensemblegefüge, den Beziehungen zu den Kollegen.

Wenn ich nach vollbrachter Arbeit weiß, dass wir gemeinsam das Beste aus uns herausgeholt haben: Dann bin ich zufrieden.

Haben Sie deshalb während Ihrer Zeit als Generalmusikdirektor in Leeds praktisch nicht gastiert?
Mir fehlte in Leeds ja nichts. Im Gegensatz zu vielen Opernorchestern hat das der Opera North einen symphonischen Kalender. Es gibt eine überaus engagierte Education-Abteilung. Das Haus leistet sehr viel, gemessen am Budget. Da müssen alle hart anpacken, der Job wird zur Lebensaufgabe. Ich habe mich überall reingekniet: in die Programmgestaltung, das Casting, das Alltagsgeschäft, das ganze Klein-Klein. Was nützt ein GMD, der sich wie ein Gast verhält?

Ihre Amtszeit endete 2016 mit einem hochgelobten ...

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Opernwelt Juli 2019
Rubrik: Magazin, Seite 71
von Wiebke Roloff Halsey

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