Apropos... Soubrette

Aleksandra Kurzak (35), polnische Sopranistin und aktuelle Freundin von Roberto Alagna, begann im Opernstudio der Staatsoper Hamburg und singt inzwischen regelmäßig in Wien, Mailand, München und an der Met. Ihr neues Album «Bel raggio» erscheint bei der Decca.

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Frau Kurzak, eine Rolle wie Donizettis Regimentstochter macht Ihnen an Unverschämtheit und Witz derzeit kaum jemand nach. Selbst Natalie Dessay wirkte kühler, Edita Gruberova hatte etwas Automatenhaftes, und Joan Sutherland gab mehr das Zirkuspferd. An wem haben Sie sich orientiert?
Allenfalls an Mariella Devia. Sie gehört zu meinen Vorbildern. Wenn gelacht wird, hat man etwas richtig gemacht. Die letzte Aufführung in Wien war ­übrigens die beste. Gute Spitzentöne. Ich konnte eigene Sachen einbauen.

­Natürlich nur solche, von denen ich wusste, dass Laurent Pelly, der Regisseur, einverstanden sein würde. Wahrscheinlich ist in der Wiener Staatsoper noch nie so falsch gesungen worden wie in den Szenen, wo ich das absichtlich mache. Ich habe mich selbst halb krankgelacht.

Für Lily Pons war die Regimentstochter eine Basis für die Karriere. Könnte man heute auf dieser Rolle eine ganze Laufbahn aufbauen?
Heute ist das leider unmöglich. Sie wird zu selten gespielt. Und das, obwohl ich hier alles zeigen kann. June Anderson meinte, die Regimentstochter sei die schwierigste Rolle, die sie je gesungen habe. Anhand ihrer Platte, das gebe ich zu, habe ich gelernt. Allerdings nur das Stück, nicht ...

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Opernwelt August 2013
Rubrik: Magazin, Seite 79
von Kai Luehrs-Kaiser

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