Apropos... Hosenrollen
Sie sind die zehnte Spielzeit fest an der Bayerischen Staatsoper, trotzdem werden Ihnen – man nehme nur gerade den Nicklausse an der Met – immer größere Seitensprünge gestattet.
Es ist die perfekte Mischung. Ich habe in München viele wunderbare Rollenchancen bekommen. Und das an einem Haus, an dem ich fast jeden mittlerweile kenne, nicht nur das künstlerische Personal. Was für eine Familie! Der Chor macht zum Beispiel jede Saison eine Thanksgiving-Party. Seit meiner ersten Spielzeit war ich eingeladen.
In diesem Jahr war es etwas schwierig, weil ich zurück nach New York musste. Aber ich habe etwas getrickst. Selbst wenn Herr Bachler meinen Vertrag nicht verlängern würde, bliebe ich in München. Die Bayern sind so halbirisch. Wir sind uns sehr ähnlich.
Aber ist es nicht seltsam? Einerseits die ganz großen Rollen, dann ein Blumenmädchen im «Parsifal»?
Es muss so sein! Ich würde auch die weltweit kleinste Partie singen, wenn Herr Petrenko dirigiert.
Sie arbeiten regelmäßig mit Brigitte Fassbaender.
Ja – wenn sie Zeit hat. Ich brauche diese Stunden bei ihr. Nehmen wir meinen Nicklausse an der Met. Ich habe debütiert, alles sehr aufregend, anstrengend, wie ein langer Roadtrip. Und ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt Dezember 2017
Rubrik: Magazin, Seite 79
von Markus Thiel
58. Jahrgang, Nr 12
Opernwelt wird herausgegeben von
Der Theaterverlag – Friedrich Berlin
ISSN 0030-3690
Best.-Nr. 752306
Redaktion Opernwelt
Nestorstraße 8-9, 10709 Berlin
Tel.: +49(0)30/25 44 95 55
Fax: +49(0)30/25 44 95 12
redaktion@opernwelt.de
www.der-theaterverlag.de/opernwelt
Redaktion
Jürgen Otten, Albrecht Thiemann (V. i. S. d. P.)
Redaktionsbüro
Andrea Kaiser...
Dieser Vampir hat sein Opernpublikum lange auf sich warten lassen. Gut zehn Jahre ist es her, dass sich die Librettisten Claes Peter Hellwig und Kristian Benkö anschickten, Bram Stokers mehrfach verfilmten Roman «Dracula» (1897) für die Opernbühne einzurichten. Gemeinsam mit der seinerzeit frisch gebackenen Stockholmer Opernchefin Birgita Svendén beschlossen die...
Da ging alles auf Anfang. Der neue Freiburger Intendant Peter Carp brachte bei seinem Opernstart mit Offenbachs «Hoffmanns Erzählungen» gleich drei neue Damenstimmen ins Spiel, die Karriere machen könnten und die verstärkte Hinwendung zu einer festeren Ensemblekultur signalisieren: Samantha Gaul als koloraturaffine Olympia, Solen Mainguené als...
