Apropos... Hosenrollen
Sie sind die zehnte Spielzeit fest an der Bayerischen Staatsoper, trotzdem werden Ihnen – man nehme nur gerade den Nicklausse an der Met – immer größere Seitensprünge gestattet.
Es ist die perfekte Mischung. Ich habe in München viele wunderbare Rollenchancen bekommen. Und das an einem Haus, an dem ich fast jeden mittlerweile kenne, nicht nur das künstlerische Personal. Was für eine Familie! Der Chor macht zum Beispiel jede Saison eine Thanksgiving-Party. Seit meiner ersten Spielzeit war ich eingeladen.
In diesem Jahr war es etwas schwierig, weil ich zurück nach New York musste. Aber ich habe etwas getrickst. Selbst wenn Herr Bachler meinen Vertrag nicht verlängern würde, bliebe ich in München. Die Bayern sind so halbirisch. Wir sind uns sehr ähnlich.
Aber ist es nicht seltsam? Einerseits die ganz großen Rollen, dann ein Blumenmädchen im «Parsifal»?
Es muss so sein! Ich würde auch die weltweit kleinste Partie singen, wenn Herr Petrenko dirigiert.
Sie arbeiten regelmäßig mit Brigitte Fassbaender.
Ja – wenn sie Zeit hat. Ich brauche diese Stunden bei ihr. Nehmen wir meinen Nicklausse an der Met. Ich habe debütiert, alles sehr aufregend, anstrengend, wie ein langer Roadtrip. Und ...
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Opernwelt Dezember 2017
Rubrik: Magazin, Seite 79
von Markus Thiel
Neue Musik für oder mit Stimme – das ist der gemeinsame Nenner. Sonst haben die drei CDs wenig gemein. Die Sopranistin Sarah Maria Sun wirkt zwar gleich bei zwei der hier vorgestellten Produktionen mit. Doch das vergleichende Hören zeigt einmal mehr die (nicht mehr ganz so neue) Unübersichtlichkeit gegenwärtigen Komponierens an.
Sarah Maria Sun und ihr...
Ein Kraftakt. Für ein Haus wie das Gelsenkirchener Musiktheater bestimmt eine Riesenanstrengung. Lange war Paul Hindemiths «Mathis» in der so opernhausdichten Rhein-Ruhr-Region nicht zu sehen. Doch im Luther-Jahr lässt sich auf Aufmerksamkeit spekulieren mit diesem schwer zu besetzenden, unzeitgemäß-verschrobenen Bühnenwerk, in dem die Frage nach Kunst und Macht,...
JUBILARE
Jiří Kout wurde 1937 in Novedvory bei Prag geboren. Er studierte am dortigen Konservatorium Orgel und Orchesterleitung, gewann die Internationalen Dirigentenwettbewerbe von Besançon (1965) und Brüssel (1969). Danach war er zunächst an der Pilsener Oper tätig, ehe er 1969 als Kapellmeister ans Nationaltheater nach Prag ging. Mit dem Orchester unternahm er...
