Apropos ... Heldenbariton: Michael Volle
Ist das eine neue Lebensphase: Michael Volle als Heldenbariton?
Vor einiger Zeit habe ich zu meiner Managerin gesagt: Ich will, bevor ich aufhöre, in ferner, ferner Zukunft also, auch noch einmal einen Papageno singen. Ich möchte mich also nicht von irgendwelchen Fächern verabschieden.
Kann man den Wotan erst ab einem bestimmten Alter singen?
Die Partie erfordert nicht nur viel Kondition, sondern auch eine gewisse Erfahrung in der Einteilung. Diese langen Erzählungen muss man kognitiv strukturieren können. So etwas gelingt einem Anfänger kaum.
Haben Sie eine Wotan-Stimme?
Ich werde mich nicht verbrüllen. Man darf sich da nicht verleiten lassen. Es gibt viel Kammermusikalisches, Intimes beim Wotan. Man muss eben vorsichtig sein, die Partie droht einen sonst aufzusaugen.
Der Karriere-Start mit Oratorien, dann Lyrisches, nun die schweren Helden: Das wirkt ziemlich stringent. War alles so geplant?
Es war gar nichts geplant. Ich bin ein sehr intuitiver Mensch. Vielleicht habe ich auch nie Anfragen zur falschen Zeit bekommen. Auch wenn ich jetzt Wotan oder Sachs singe: Ich will dafür nicht irgend-etwas anderes weglassen müssen. Ich werde weiterhin um jeden Bach und um jeden Schubert kämpfen. ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt November 2011
Rubrik: Magazin, Seite 79
von Markus Thiel
«Glücksland» Bhutan in der Jahrhunderthalle – für die, die es erleben durften, der spirituelle Höhe- und Endpunkt des diesjährigen Festivals.
Brücke zum Nirwana – Wagners «Tristan und Isolde»
Wie 2009 mit Schönbergs «Moses und Aron» und 2010 mit der Uraufführung von «Leila und Madschnun» (einer aktualisierten, leider gescheiterten Musiktheaterfassung des...
Elf Jahre lang war Hermann Bäumer Posaunist bei den Berliner Philharmonikern, bevor er diese sichere Stellung verließ, um als Dirigent von Jugendorchestern und als GMD in Osnabrück ein neues Leben anzufangen. Ein Aussteiger, der den event- und profitgeilen Klassikmarkt getauscht hat für ein konzentriertes Arbeiten an der Musik selbst – und dafür in die Provinz...
Skurriler Saisonauftakt an der Bastille. Man wollte es besonders gut machen, bestellte bei Regie-Routinier Jean-Louis Martinoty eine neue Inszenierung des Gounod’schen «Faust» – nachdem die legendäre Produktion von Jorge Lavelli mehr als drei Jahrzehnte im Programm der Opéra national de Paris gewesen war. Und engagierte Roberto Alagna für die Titelrolle – in...
