Foto: Sandra Hastenteufel
Apropos... Alte Musik
Herr De Marchi, was hat sich geändert durch die neue Organisation?
Nichts. Wir genießen weiterhin totale Freiheit. Die Situation ist wie in der Vergangenheit: Wenn die große Opernproduktion ein bisschen umfangreicher und aufwändiger ist, müssen wir die anderen Produktionen etwas kleiner gestalten oder gegebenenfalls eine weglassen. Wir haben weiterhin einen eigenen Budgetkreislauf. Sonst hätte ich meinen Vertrag gar nicht verlängert. Auch mein Titel wurde zur Klarstellung verändert, ich bin jetzt Intendant.
Haben Sie um den Fortbestand des Festivals gefürchtet?
Nein. Und was mich persönlich betrifft: Die Politik wollte ja unbedingt meinen Vertrag verlängern, egal, welche Rechtsform gefunden wird. Das war für mich ein Zeichen, dass mir vertraut wird – und das Festival Bestand hat.
Wie stimmen Sie sich mit Johannes Reitmeier ab, dem Intendanten des Landestheaters?
Als wir zum Beispiel ein Stück aus dem frühen 19. Jahrhundert planten, habe ich das rechtzeitig signalisiert. Ansonsten gibt es keine Überschneidungen. Abgesehen davon: Das Publikum freut sich doch auch über Vergleiche, das ist in München oder Berlin normal.
«Ulisse» ist im Vergleich zu anderen Innsbrucker Produktionen ein ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt Juli 2017
Rubrik: Magazin, Seite 79
von Markus Thiel
Wenn das Land nach Dauerregen vom Sommer erfasst wird, treiben Englands Gärten aus wie kleine Tropenwälder. Saftig leuchtet Glyndebournes gestreifter Rasen. Jenseits des Ha-Has üben halbwüchsige Lämmer Bocksprünge, während im Kamin des Organ Rooms die Tauben gurren: Der Landsitz der Christies zeigt sich für Cavallis «Hipermestra» von seiner schönsten Seite.
Zwisch...
Mit seiner «Rosmonda d’Inghilterra» auf ein Libretto von Felice Romani, der die historische Geschichte von Henry II. und seiner Geliebten Rosamund de Clifford sehr frei behandelte, errang Gaetano Donizetti bei der Uraufführung (Florenz, Februar 1834) nicht mehr als einen Achtungserfolg. Noch zu seinen Lebzeiten verschwand das Stück von den Spielplänen. Erst im Zuge...
Brittens «A Midsummer Night’s Dream» entstand im Winter 1959/60 zur Eröffnung der Jubilee Hall in seinem Wohnort Aldeburgh. Trotz der erweiterten Orchesterbesetzung handelt es sich bei dem (die Shakespeare-Vorlage geschickt kürzenden) Stück um eine Kammeroper, die in Mainz – vom Hausregisseur Niklaus Helbling inszeniert – nicht auf der großen Bühne, sondern im...
