Sänger des Jahres
Er ist seit 24 Jahren im festen Engagement. Trotzdem hat ihn der Theateralltag weder mit Zynismus noch mit Hochmut gegerbt.
Johannes Martin Kränzle kann noch immer sonnig lächeln. Er kann an Inhalte und Figuren glauben – und an die sinnliche Kraft der Musik. Er ist bescheiden geblieben. Ein Ausnahmesänger schon deshalb, weil er seine Stimme über so lange Zeit und vielfältige Aufgaben hinweg frisch gehalten hat. Vor drei, vier Jahren erst veränderte eine Koinzidenz von Zufällen sein Leben. Jetzt ist er auf dem Höhepunkt seiner Laufbahn angekommen.
An der Mailänder Scala und der Berliner Staatsoper singt er unter der Leitung von Daniel Barenboim den Alberich. Bei den Salzburger Festspielen feierte er in der Uraufführung von Wolfgang Rihms «Dionysos» einen persönlichen Triumph. Für diese Partien vor allem wurde er zum «Sänger des Jahres» gewählt.
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt Jahrbuch 2011
Rubrik: , Seite 20
von
Das gab es noch nie. Erstmals wurde bei der jährlichen Kritikerumfrage dieser Zeitschrift ein Opernhaus des Jahres gewählt, das außerhalb des deutschen Sprachraums steht: das Théâtre Royal de la Monnaie. Die Entscheidung für Brüssel zeigt: Wichtiger als alles Marketing ist das geistige Profil eines Hauses. Solange die künstlerische Substanz dünn bleibt, nützt die...
Deutschland
Aachen
Theater Aachen
GENERALINTENDANT UND GESCHÄFTSFÜHRER:
Michael Schmitz-Aufterbeck
GENERALMUSIKDIREKTOR: Marcus R. Bosch
VERWALTUNGSDIREKTOR UND GESCHÄFTSFÜHRER: Udo Rüber
SEKRETARIAT DER GESCHÄFTSFÜHRUNG: Doris Hautermann,
Tatjana Trunsperger
CHEFREGISSEUR UND STELLV. DES GENERALINTENDANTEN IN KÜNSTLERISCHEN FRAGEN: Ludger Engels
KÜNSTLERISCHE...
Die Oper befindet sich in Auflösung, seit über hundert Jahren, und sie erfindet sich dabei immer wieder neu. Letzteres ist beruhigend zu wissen. Wird aber bei der Moderation der Krisengespräche in den Feuilletons oft vergessen oder gar unterschlagen. Und auch das für die Nachwelt fraglos nützliche Kategorisieren, Sortieren und Hierarchisieren nach Künstleroper,...
