Künstliche Intelligenz tanzt Flamenco

Ein japanisch-europäisches Projekt zeigt Tanz als Förderer des Verständnisses zwischen Mensch und künstlicher Intelligenz

Rhythmen und Algorithmen: Ein japanisch-europäisches Projekt zeigt Tanz als Förderer des Verständnisses zwischen Mensch und künstlicher Intelligenz. Und das ausgerechnet mit dem Flamenco-Tänzer und Choreografen Israel Galván, dem Avantgarde-Star und Eigenbrötler aus Sevilla. 

Auf der Bühne hämmert Tänzer Israel Galván sein Zapateado (das Trommeln der Füße) oder scharrt mit den Fußsohlen in schwarzem Granulat und erzeugt damit eine Art Noise Music. Kein Zweifel: Er ist hier gleichzeitig Komponist und Musiker und gebärdet sich mitunter wie ein Orchesterdirigent.

Allein, die „Musiker“ wollen ihm nicht ganz folgen. Er wirft sich in den Dialog mit den Empfängern seiner Signale, darunter das Holzgebilde, das er „Beti“ taufte (eine Anspielung auf den Fußballverein Real Betis Sevilla). Es besteht aus einem Holzklotz mit vier „Pfoten“, die es zum Hüpfen bringen. Zu sehen sind zudem vier vibrierende, manchmal ebenfalls hüpfende Pole. Eine weitere Empfängereinheit besteht aus vier aufrechten Instrumenten, die geradezu kubistisch anmuten und ihre Rhythmen hämmern. Neben drei derart abstrakten Einheiten sind auch Flamenco-Schuhe auf der Bühne platziert. Alle vier Einheiten empfangen ...

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BTR Ausgabe 1 2020
Rubrik: Thema: Produktionen, Seite 62
von Thomas Hahn

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