Für Fairness und Innovation

Der Szenografie-Bund, die Interessenvertretung der Bühnen-, Kostüm- und Maskenbildner:innen, der Videokünstler:innen und Lichtdesigner:innen für Theater, stellt sein zweites Reformpaket mit mehr als 40 konkreten Forderungen vor. Und ein Positionspapier macht auf Missstände in der Bezahlung aufmerksam und fordert die Abschaffung der Pay-Gaps in der Szenografie

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Theater ist eine kollektive Kunstform; im selbstbestimmten, nicht hierarchischen Zusammenwirken von Künstlern mit verschiedenen Talenten entsteht im besten Falle etwas, was keiner von ihnen allein oder in anderer Konstellation hätte machen können. Gerade in diesem Modell von Zusammenarbeit liegt meiner Ansicht nach die große, zukunftsweisende Potenz von Theaterarbeit. Es geht also nicht um die Mittel, sondern um die Produktionsbedingungen; um die muss man sich kümmern, wenn das Theater weiterleben soll.

Es geht um Freiräume, auch um den einer existenzsichernden Bezahlung“, skizzierte der Bühnen- und Kostümbildner Bert Neumann (verstorben 2015) visionär.

Die prekären Arbeitsbedingungen an vielen Freien-, Landes-, Stadt- und Staatstheatern waren 2016 Anlass für den Szenografie-Bund, eine geschlossene Befragung zur Arbeitssituation von Bühnen- und Kostümbildner:innen zu initiieren. Zusammen mit dem Lehrstuhl „Methoden der empirischen Sozialforschung“ der Universität Potsdam entstand eine wissenschaftlich fundierte Auswertung der Arbeitsumstände. Daraus entstand das erste Reformpaket, mit dem der Szenografie-Bund Pionierarbeit leistete. Szenograf:innen erschaffen unter anderem als ...

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BTR 3 2024
Rubrik: Bau und Betrieb, Seite 27
von Judith Adam und Gregor Sturm

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