Ein Flügel für den „Ring“
In der Berliner „Ring“-Neuinterpretation von Regisseur Stefan Herheim wurden mehrere Bühnenbildelemente – wie Koffer, Seidentücher und nicht zuletzt ein Konzertflügel – zu intensiven und abwechslungsreichen Bildwelten komponiert. Dabei waren das präzise Ineinandergreifen und Zusammenwirken von Menschen und Maschinen, Licht und Projektionen elementar. Zu Beginn der Herstellung der Bühnenbildteile war das Regiekonzept für alle Opern noch nicht fertig, zahlreiche Anforderungen ergaben sich erst sukzessive.
Die äußere Form
Schon die Form des Flügels gab Anlass zu einigen umfangreichen Recherchen: Der Wunsch des Kreativteams war es, einen absolut visuell glaubwürdigen Flügel zu bauen, der auch von instrumentenkundigem Publikum nicht als Nachbau erkennbar sein sollte. Daher begann die Suche zusammen mit Co-Bühnenbildnerin Silke Bauer nach einer Flügelform, die es erlaubte, einen möglichst großen rechteckigen Versenkungsschacht innerhalb der Geometrie herzustellen. Nach intensiver Suche stellte sich das Modell „Bösendorfer“ als optimal heraus, da es nur eine moderate Verjüngung aufweist und damit im Grundriss den meisten Raum zur Verfügung stellte. Auf Basis dieser Flügelform wurde ein ...
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BTR 2 2023
Rubrik: Licht, Ton, Produktionen, Seite 43
von Christian Spratte
Stellen Sie sich vor, Sie laufen durch Ihre Stadt und plötzlich ist alles anders. Aber was hat sich verändert? Die Gebäude und die gewohnten Hintergrundgeräusche sind die gleichen geblieben, nur das Licht in dieser Nacht ist ein anderes. Langsam wird klar, es ist die Kraft der Verwandlung, durch Licht und durch Kunst im öffentlichen Raum. Licht im Dunkeln...
Das Licht in der Kunst
von Massimo Mariani 200 Seiten, 245 Farb- u. 7 S/W-Abb., 17,2 × 24,6 cm, Broschur. ISBN 978-3-496-01660-1 Reimer Verlag, Berlin 2022 EUR 24,90
Licht hatte in der Kunst immer wieder andere Bedeutungen und Funktionen: In mittelalterlichen Fresken standen Lichtstrahlen für die Präsenz des Göttlichen, bei den niederländischen Malern des 17....
Theater unterwegs
Anfang November wurde die Bühne im Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz wegen einer Fehlauslösung an der Brandmeldeanlage geflutet. Noch ist das Haus nicht wieder bespielbar, das Ensemble muss diverse Ersatzspielorte nutzen, u. a. das ehemalige Kaufhaus der Stadt, ein Jugendstilbau. Inzwischen hat die Produktion für ein besonderes Großprojekt, auch...
