Das Leid mit der Latenz
Es ist der 20. März, zuletzt haben sich die Ereignisse überschlagen. Das Gros der europäischen Länder hat das öffentliche Leben schon heruntergefahren, in Großbritannien rechnen wir stündlich mit der entsprechenden Meldung. Da bringt das Philharmonische Orchester Rotterdam einen der ersten Lockdown-Clips unserer Branche heraus: Beethovens Neunte. Als der Kontrabass das bekannte Thema anstimmt, schnürt uns die Wohnzimmereinsamkeit des Musikers die Kehle zu.
Als dann dank Split Screen neben ihm die Celli erscheinen, weinen wir ein bisschen: Auch einsam kann man zusammenkommen! Der kurze Streifen ist ganz einfach gestrickt. Trotzdem berührt er noch heute, überzeugt in Klangqualität und Bildregie, wirkt frisch, natürlich, zutiefst persönlich. Er sagt: Wir sind noch da, vergesst uns nicht. Er macht Hoffnung auf Lösungen.
Deshalb stehen wir ein paar Tage später im Wohnzimmer und streiten uns über den Aufbau unseres „Filmsets“. Wir nehmen an einer „Abendlied“-Aktion des WDR Rundfunkchors teil. Wie im Clip der Rotterdamer sollen individuell vorproduzierte Videos zusammengeschnitten werden. Chorchef in spe Nicolas Fink hat mit der Notensatz-Software „Sibelius“ MIDI-Dateien mit Click ...
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BTR Ausgabe 3 2020
Rubrik: Thema: Kultur digital, Seite 28
von Wiebke Roloff Halsey
Die Anforderungen an die bühnentechnische Ausstattung der Zukunft – insbesondere für Festinstallationen, aber auch auf Festivals – werden immer anspruchsvoller. Die Erwartungen an die Möglichkeiten zur Verwandlung von Räumen und Szene durch kinetische Anlagen sind in den vergangenen Jahren stetig gewachsen und führten zu gestiegenen Erwartungen an eine extrem...
Nachdem im März alle Theater in Tschechien geschlossen wurden, fuhr ich nach Prag, wo ich wohne, und schrieb Dinge auf, mit denen ich mich beschäftigen könnte, bis sich die Situation normalisieren würde. Vor allem ging es um künftige Projekte oder meine pädagogischen Aktivitäten an der Janáček-Akademie für Musik und Darstellende Kunst in Brno. Wenn ich mir diese...
The talk with Andrew Schneider took place at the midst of March, at the day when all theatres and other institutions were closed. The premiere of „remains“ had taken place at the last evening before the shutdown. We met in the historical Berlin-Mitte, from one day to the other a very quiet place quiet place, at the home of Sasha Waltz& Guests. The correspondence...
