Am Ende zählt die Physik

Neueste Messungen ergeben: Auch in deutschen Theatern installierte Hochleistungswinden können potenziell gefahrbringend sein. Denn die realen Not-Stopp-Messungen belegen, dass die doppelten Nennbelastungen deutlich überschritten werden. Die Auslegung aller am Kraftfluss beteiligten Bauteile ist daher entsprechend zu berechnen. Notwendige Daten ließen sich bislang nicht mit einem wirtschaftlichen Aufwand erfassen. Nun bietet Bosch Rexroth ein geeignetes Messgerät an.

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Das Problem der Hochleistungswinden in deutschen Theatern schildert Volker Kirsch, Leiter Vertrieb der Branche Bühnentechnik bei der Bosch Rexroth AG, drastisch so: „Stellen Sie sich vor, Sie fahren mit Ihrem Mountainbike einen steilen Hang herunter und müssen scharf bremsen. Die Scheibenbremse am Vorderrad greift so gut, dass die Gabel bricht.“ Beim Thema Sicherheit ging es in den vergangenen Jahren nahezu nur um die neue Maschinenrichtlinie.

Im Mittelpunkt standen fast immer die neue probabilistische Herangehensweise und funktionale Sicherheit durch Software. Dabei wurden die physikalische Grundlagenarbeit sowie der ganzheitliche Betrachtungsansatz zuweilen aus dem Blick verloren.Anders bei Bosch Rexroth. „Jedes neue Auto wird realen Crashtests ausgesetzt, weil nur so die vorhandene Konstruktion wirklich auf ihre Sicherheit hin überprüft und bewertet werden kann“, betont Volker Kirsch. In umfangreichen Versuchen an den firmeneigenen Testständen und in zwei Theaterhäusern haben die Antriebs- und Steuerungsspezialisten die realen Kräfte gemessen, die bei einem harten Not-Stopp von Windenantrieben auf die Konstruktion einwirken.

Das Ergebnis: Die Werte überschritten bei einem ...

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