Von Ruhestand keine Spur

Klaus Wichmann feierte am 23. Januar 2022 seinen 80. Geburtstag. Eigentlich ist er bereits eine Legende, doch davon will er nichts wissen. Aber ist er auch ein einsamer Wolf?

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„Der alte Wichmann?“, sagen die Leute, die ihn kennen, „ein Verrückter, ein Theaterbesessener, ein Streitbarer – aber 80 Jahre alt soll der sein? Niemals!“ In der Tat, trifft man Klaus Wichmann in diesen Tagen – natürlich mit Maske, Abstand und Booster-Impfung –, erlebt man einen agilen Mann, der ohne Umschweife auf seine aktuellen Projekte zu sprechen kommt: die geplante Furttenbach-Ausstellung zur Bühnentechnischen Tagung (BTT) in Ulm im Juni, aber vorher rund um Ostern noch eine Ausstellung über die Geschichte der Berliner Theaterwerkstätten (siehe Seite 88), „denn da

wurde die Friedenstaube von Picasso einst gewebt“, das jüdische Theaterschiff, dass derzeit auf einem Dock umgebaut wird und vieles mehr. Von Ruhestand keine Spur. Begonnen hat alles mit einem ersten Theaterbesuch im Alter von fünf Jahren im Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin. Dorthin hatte es Großeltern, Mutter und vier Kinder in den letzten Kriegsjahren verschlagen. Der Vater war und blieb im Krieg. Und dann saß Klaus Wichmann im Märchen von der „Prinzessin und der Schweinehirt“ im Theater Schwerin und was ihn unvergessen am meisten begeisterte, war die Drehbühne, die sich immer dann in Bewegung setzte, ...

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BTR Ausgabe 2 2022
Rubrik: Porträt, Seite 94
von Hubert Eckart

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