Virtuelle Konzerte in Stereo-Qualität

Um bei Onlinekonzerten größtmöglichen Musikgenuss zu bieten und Nähe zum Publikum herstellen zu können, hat der Musiker Enno Bunger gemeinsam mit dem Software-Entwickler Timo Mämecke die Onlineplattform micdrops entwickelt.

Es wirkt fast so, als hätte Enno Bunger das Lied eigens für diesen Anlass geschrieben: „Niemand hier kann dich retten, niemand außer dir selbst. Niemand hier kann dich retten, sei dein eigener Held“, singt der 34-Jährige in dem Stück „Niemand wird dich retten“. Es ist Teil seines Albums „Was berührt, das bleibt“, das der Musiker im Juli 2019 veröffentlicht hat. Der Text des Songs bezieht sich also weder auf die Pandemie noch auf die Lage, in der sich viele Künstlerinnen und Künstler durch die Kontaktbeschränkungen und die Auftrittsverbote befinden.

Dennoch wirkt es wie eine Anregung, gut durch die Krise zu kommen. Der Hamburger Künstler hat sich gerettet: mit einer Onlineplattform, die er gemeinsam mit dem Kölner Software-Entwickler Timo Mämecke im vergangenen Jahr während der Pandemie auf den Weg gebracht hat. Bunger unterlegt mit dem Song ein kurzes Video, mit dem er die Plattform vorstellt: Mit micdrops können Konzerte im Speziellen oder auch Musik im Allgemeinen live gestreamt werden. Das Besondere daran ist unter anderem, dass der Klang in Stereo zu hören ist. „Es sind auch keine Filter drin, die beispielsweise die Musik unterdrücken, wenn jemand singt“, erläutert Bunger einen ...

YouTube, Instagram und Co. – weitere Anbieter
Es gibt einige Internetplattformen und Portale, über die Konzerte und andere Veranstaltungen angeboten werden können. Wir haben hier ein paar Beispiele zusammengestellt. Wie oben beschrieben, gibt es monodirektionale Plattformen wie YouTube und Instagram. Hier kann die Kommunikation zwischen den Teilnehmenden nur in einer Richtung erfolgen: Veranstalter können lediglich Daten – beispielsweise Musik – an einen oder mehrere Empfängerinnen und Empfänger schicken. Nur Letztere können den Einladenden, bspw. einen Musiker oder eine Gesangslehrerin, sehen. Rückmeldungen sind für die Teilnehmenden lediglich über einen Chat oder eine Kommentarfunktion möglich. „Zoom“ und „Skype“ sind Beispiele für Konferenzplattformen, die für den bidirektionalen Austausch angelegt sind. Das bedeutet: Teilnehmende und Veranstaltende können sich sehen. Sie können allerdings auch ihre Kamera und ihren Ton selbstständig ausschalten. „Google Hangouts“ ist ebenfalls ein Konferenztool, mit dem bis zu zehn Menschen an Videokonferenzen teilnehmen können. Darüber hinaus sind Chats mit bis zu 150 Teilnehmern möglich.

Auch „Wareby“ zählt zu den Plattformen, die Austausch ...

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