Viele bewegte Klangobjekte
Sehn wir doch das Große aller Zeiten / Auf den Brettern, die die Welt bedeuten, / Sinnvoll still an uns vorübergehn.“ – Diese geflügelten Zeilen aus Schillers Gedicht „An die Freunde“ (1803) könnten suggerieren, auf jenen Brettern sei vor allem der Sehsinn gefragt, während den Ohren nichts Spannendes geboten wird. Die heutige Theaterwelt zeigt eine klar andere Realität.
Beschallung ist zu einem bestimmenden Thema geworden, denn moderne Inszenierungen bauen auf einem Zusammenklang vielfältigster Audio-Elemente auf: die Stimmen der Darstellenden, begleitende Musikinstrumente, zudem alle denkbaren elektroakustischen Zuspiele. Zwar sind auch heutige Spielstätten hinsichtlich ihrer Raumgröße und -akustik so konzipiert, dass die Hörsamkeit professioneller Stimmen in allen Zuschauerbereichen ohne elektroakustische Verstärkung gegeben ist. Dennoch werden von Darstellenden die Vorteile einer Mikrofonierung immer mehr geschätzt. Der Preis dieser Entwicklung: Lautsprecher und die dahinterliegende Signaltechnik sind für die Wiedergabe längst unverzichtbar geworden. Gleichzeitig sollen diese Schallwandler kein Blickfang sein, sondern optisch unauffällig bleiben. Lautsprecher aus dem Weg zu ...
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BTR Ausgabe 1 2026
Rubrik: Licht und Ton, Seite 44
von Karsten Blüthgen
Der Naumburger Theater- und Kinofreunde e. V. unterstützt, wie so viele dieser Vereine, das Theater der Kreisstadt sehr aktiv: „Ganz nah dran“ ist sein Flyer übertitelt. Ein überaus passendes Motto, auch für das Naumburger Theater, denn das Ensemble und sein Programm kommt den Menschen schon über Jahrzehnte hinweg nah. Sein erstes Zuhause hatte das Theater, wie oft...
Das große, weiße Gebäude der Sharjah Performing Arts Academy wirkt imposant und fast ein wenig überwältigend. Doch sobald wir es zur Eröffnung der World Stage Design (WSD) am 18. Oktober 2025 betraten, tauchten wir direkt ein in eine offene und einladende Atmosphäre: Wir waren mittendrin in einem lebendigen Aufeinandertreffen von Menschen aus den...
Nicht nur für große Werke wie Oratorien bieten die weitläufigen Hallen des ehemaligen Flughafens Tempelhof großzügige Flächen. Auf Klassik-Formate folgte im letzten September ein Rockspektakel: „Jesus Christ Superstar“ wurde an 14 Abenden aufgeführt – die Passionsgeschichte als ein Feuerwerk aus Bildern, Effekten und Klängen inszeniert. Der international tätige...
