Utopien einer besseren Welt
Mit Spannung war die Neuinszenierung des „Ring“ an der Deutschen Oper erwartet worden. Der Vorgänger des damaligen Intendanten Götz Friedrich war zur Legende geworden, 33 Jahre lang gehörte er zum Repertoire der Deutschen Oper. Er ist nach dem markanten Bühnenbild von Peter Sykora als „Tunnel“-Ring in die Operngeschichte eingegangen. 2017 fiel der allerletzte Vorhang. Mit der Neuinszenierung wurde der international renommierte Opernregisseur Stefan Herheim beauftragt. Premiere sollte im Sommer 2020 sein.
Die Pandemie kam dazwischen, aber alle hielten entschlossen an dem Projekt fest und brachten es mit Verspätung und in verkehrter Reihenfolge zum erfolgreichen Abschluss.
Im September 2020 hatte zunächst Teil zwei, „Die Walküre“, Premiere, im Juni wurde Teil eins, „Das Rheingold“ nachgereicht, gefolgt von Teil vier, der „Götterdämmerung“, im Oktober 2021 und zuletzt „Siegfried“ im November 2021. Im November und Dezember 2021 sowie im Januar 2022 wurden alle vier Teile en bloc jeweils von Dienstag bis Sonntag gespielt. Stefan Herheim hat bei Götz Friedrich studiert, insofern war es für ihn eine besondere Aufgabe, aber auch Ehre, dessen berühmten „Ring“ abzulösen. Mit seiner ...
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BTR Ausgabe 2 2022
Rubrik: Produktion & Technik, Seite 50
von Karin Winkelsesser
It’s an interim solution with a difference: With the 1905-opened opera house on Nuremberg’s Richard Wagner Platz in urgent need of renovation, the congress hall on the former Nazi Party rally grounds has been earmarked as the State Theatre’s alternative venue and stage crew’s provisional workplace. The combined conversion of the congress hall and renovation of the...
Für die Realisierung des Bühnenbilds (siehe Seite 50) war viel Erfindungsreichtum und detaillierte Planung gefragt. Der Produktionsleiter Oliver Burkhardt, der mit dem „Ring“ seinen Einstieg in die Deutsche Oper hatte, und Uwe Arsand, seit 15 Jahren dort Technischer Direktor, erläutern den Arbeitsprozess zur Herstellung der Bühnenbilder. Eingangs stellen sie fest,...
Die königlich-unglückliche Liebesgeschichte von Dido und Aeneas spielt – laut Henry Purcell und seinem Librettisten Nahum Tate – in Karthago. Dort trifft der schiffbrüchige trojanische Würdenträger auf die Königin Dido, und beider Begegnung entfacht eine klassische, unzweideutige Leidenschaft mit tragischem Ausgang. In der Regie von Franck Chartier liest sich die...
