Theaterbauten der Zukunft

Theater verlassen immer wieder ihre angestammten Häuser, die neuen Orte inspirieren dann zu kreativen Spielformen und -konzepten, bedeuten aber auch einen erhöhten Aufwand für den Betrieb. Theaterbau zukunftsweisend denken und realisieren könnte bedeuten, die Möglichkeiten flexibler Hallen mit den technischen Grundausstattungen klassischer Theater zu verbinden. Ein Kommentar.

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Natürlich ist die klassische Guckkastenbühne nicht tot! Und natürlich sind alternative Spielstätten mit großem Studiocharakter – ich denke da insbesondere ans Bockenheimer Depot oder Dresden Hellerau – und andere Formate in alten Industriehallen oder in eben anderen besonderen Orten für Theatermenschen von großem Interesse. Sie bleiben aber die Orchideen in der Theaterlandschaft oder ergänzen bereits vorhandene Strukturen um diese Orte. Industriehallen vermitteln architektonisch und in ihren Ausmaßen eine Größe und Weite, die sich die Kreativen wünschen.

Allerdings muss man stets Abstriche bei Dekorationswechseln, schnellen Umbauten oder der Verkleinerung von Formaten hinnehmen. Alles das lässt sich meist nicht schnell und ohne großen Aufwand herstellen, weiterhin sind diese Strukturen personalintensiv, wenn sie im Repertoire oder wenigsten teilweise so bespielt werden sollen. Als nach dem Opernbrand in Frankfurt das Bockenheimer Depot als (seinerzeit noch Interims-)Spielstätte konzipiert und eingesetzt wurde, wurden Produktionen vier Wochen und länger am Stück gespielt und die Halle dann dementsprechend geschlossen und für unterschiedliche, bis heute nachhallende Produktionen ...

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BTR Sonderband 2022
Rubrik: Bau / Betrieb, Seite 60
von Wesko Rohde

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