Theater neu denken
Das Theater ist eine der ältesten kulturellen Institutionen der Menschheit, und seine Baukunst hat sich über Jahrhunderte stets mit den technischen, gesellschaftlichen und künstlerischen Entwicklungen gewandelt. Doch im 21. Jahrhundert steht die Theaterarchitektur vor neuen Herausforderungen. Das Ziel eines neuen Ansatzes, 2022 wie heute, lautet: Theater, die exzellent gestaltet, funktional und erschwinglich sind – ohne Kompromisse bei der künstlerischen Qualität. Ein anschauliches Beispiel für diese Vision ist die Akademie für Theater und Digitalität in Dortmund (BTR 5/2023).
Mit einem Budget von unter 10 Millionen Euro ist sie ein Modellprojekt, das zeigt, wie durch kluge Planung und klare Prioritäten ein hochmoderner Kultur- und Ausbildungsort geschaffen werden kann.
Vom Prestigebau zur funktionalen Exzellenz
Historisch gesehen waren Theaterbauten häufig Monumente der Machtdemonstration und des Prestiges. Reiche Verzierungen und teure Materialien sollten Größe und Relevanz unterstreichen. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich dieser Anspruch vielerorts in Richtung technologischer Überfrachtung durch überbordende Regelwerke verschoben: Nicht allein modernste Bühnentechnik, ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent der Bühnentechnischen Rundschau? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Bühnentechnische-Rundschau-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Bühnentechnische Rundschau
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
BTR Sonderband 2025
Rubrik: Produktionen und Potenziale, Seite 57
von Sebastian Franssen und Wesko Rohde
Der Bausektor ist für rund 40 Prozent des globalen CO2-Ausstoßes verantwortlich und stellt damit den größten einzelnen Verursacher dar. Um ihn klimafreundlicher oder gar klimaneutral zu gestalten, sind innovative Konzepte des „Zirkulären Bauens“ erforderlich. Dieses Prinzip ist keineswegs neu – bereits in frühen Zeiten wurde Baumaterial aus wirtschaftlicher...
Das Theater an der Parkaue (TaP) richtet sich mit seinem Repertoire an Kinder ab drei Jahren, Schulklassen aller Altersstufen, Jugendliche und junge Erwachsene, Familien sowie Individualbesucher jeden Alters. Es bietet zudem verschiedene Clubs und Workshops sowie „Partizipative Produktionen“ an, bei denen sich die Kinder und Jugendlichen aktiv einbringen können....
Liebe Leserin, lieber Leser,
„Kunst und Technik im Wandel“ ist dieser Sonderband übertitelt, denn auch in unserer Branche ist eine Menge in Bewegung. Die Welt ist längst nicht nur von einem Wandel betroffen, das lesen und hören wir schon lange und immer wieder. In diesen politisch beunruhigenden Zeiten sehnen sich wohl viele von uns nach Gewissheiten, Beständigkeit...
