Die Kunst der Collage

Bis zum 1. Juni 2025 läuft im Düsseldorfer Kunstpalast die Ausstellung „Elias Sime. Echo የገደል ማሚቶ“. Die monumentalen Collagen und Wandreliefs, die Sime aus Alltagsgegenständen und ausrangierten Elektronikelementen fertigt, setzen sich mit dem Einfluss der Technik und deren Auswirkungen auf unsere Gesellschaft auseinander

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Verflochtene Drähte und Kabel, zersägte Motherboards. Tastaturtasten und zerlegte Platinen: Erst auf den zweiten Blick offenbaren sich die ausrangierten Elektronikkomponenten, die sich in den Collagen Elias Simes verbergen. Aus den kleinsten, sonst unsichtbaren Bestandteilen elektronischer Geräte gestaltet der äthiopische Künstler komplexe, monumentale Wandreliefs. Die ursprünglichen Gegenstände Computer und Anlagen, Fernseher und Radios, Telefone und Mediaplayer nimmt er zunächst auseinander.

Anschließend wird jedes Element inspiziert und nach vergleichbaren Stücken klassifiziert: In Simes Atelier wachsen die Haufen stetig, sortiert nach Farbnuancen, Oberflächenstrukturen, Gebrauchsspuren, Typen und Größen. Aus dem geordneten Chaos der nicht länger gebrauchsfähigen Dinge entsteht etwas Neues. Elias Sime, 1968 im Stadtteil Qirqos in Addis Abeba geboren, studierte dort in den späten 1980er-Jahren an der School of Fine Arts and Design. Bis heute lebt und arbeitet er in der Hauptstadt Äthiopiens. Zu einer eigenen Ausdrucksform hat Sime 2009 gefunden, als er mit der fortlaufenden Serie „Tightrope“ begann, welche die wesentliche Werkgruppe seines Œuvres bildet. Dabei handelt es sich ...

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BTR Sonderband 2025
Rubrik: Produktionen und Potenziale, Seite 83
von Felicity Korn

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