Die „Moderne“ zukunftsfähig machen

In Magdeburg laufen die Arbeiten zur Neugestaltung des ehemaligen Messegeländes am östlichen Elbufer zwischen Hyparschale und Stadthalle auf Hochtouren. Dort fand 1927 die berühmte Deutsche Theaterausstellung statt. Kernstück des Projekts ist der Umbau der Stadthalle, einer einzigartigen Ikone von 1927. Sie soll zum 100-jährigen Jubiläum wiedereröffnet werden

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Bei der Besichtigung der Hyparschale anlässlich ihrer Wiedereröffnung im vergangenen Jahr (BTR 4/2024) führte der Weg vorbei an dem riesigen dunklen Klinkerbau der Stadthalle – soweit durch die Baugerüste hindurch erkennbar. Für die Stadt Magdeburg, Bauherr für beide Projekte, ist die Erneuerung der Stadthalle ein Kernprojekt zur Wiederbelebung des Geländes der Internationalen Theaterausstellung von 1927 unter Berücksichtigung moderner Nutzungsanforderungen. Damit soll eine Brücke von den 1920er-Jahren in die Zukunft geschlagen werden.

Damals entwickelte Magdeburg sich zu einem Zentrum der Moderne im umfassenden Sinn. Hermann Beims, sozialdemokratischer Oberbürgermeister von 1919 bis 1931, gilt als Wegbereiter für eine Neuorientierung der bis dahin wenig attraktiven Stadt, die den rasanten politischen, wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungen der boomenden Industriestadt Rechnung tragen sollte. Wesentlich waren die Ideen des Bauhaus, die der visionäre Architekt Bruno Taut von 1921 bis 1924 als Stadtbaurat in Magdeburg einbrachte. Im Zentrum der wachsenden Industriestadt stand angesichts der großen Wohnungsnot der Bau von Großsiedlungen sowie Schulen, Krankenhäusern und anderen ...

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BTR Sonderband 2025
Rubrik: Sanierung, Bau, Betrieb, Seite 15
von Karin Winkelsesser

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