Theater im doppelten Einsatz
Lange Gesichter. In die blickten Intendant Markus Trabusch und Schauspieldirektorin Barbara Bily nach der Sommerpause, als sie das Ensemble über die Lage unterrichtet hatten: Inszenierungen waren im Haus an der Würzburger Theaterstraße 21 wegen des immer noch laufenden Umbaus nicht möglich. Ein im Untergrund liegender alter Bahnhof hatte für massive Verzögerungen bei der Sanierung gesorgt (BTR-Sonderband 2021). Eben noch waren die Schauspielerinnen und Schauspieler und alle anderen Mitarbeitenden doppelt geimpft und hoffnungsvoll ins Theater gekommen.
Nach der Spielzeit 2020/2021 mit diversen Lockdowns sollte es endlich wieder losgehen – im modernisierten Haus. Und nun: nichts da. Und wenn, dann mit zusätzlicher Arbeit. „Es war wie eine Depression, die sich über alle gelegt hat“, erinnert sich der Intendant an die Besprechung im Sommer.
Bei laufendem Betrieb wird seit August 2018 das Anfang des 19. Jahrhunderts gegründete Theater saniert und erweitert. Entstehen werden eine komplett neue Spielstätte – das „Kleine Haus“ – mit rund 330 Plätzen und diverse neue Funktionsräume. Saniert und modernisiert werden zudem das Große Haus und das Bestandsgebäude. Ziel sei es, Besucherinnen und ...
Dr. Marie-Luise Braun ist freie Journalistin. Mit ihrer agentur wortgewandt (www.agentur-wortgewandt.de) widmet sie sich der Kommunikation gesellschaftlich relevanter Themen.
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent der Bühnentechnischen Rundschau? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Bühnentechnische-Rundschau-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Bühnentechnische Rundschau
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
BTR Ausgabe 1 2022
Rubrik: Bau/Betrieb, Seite 42
von Marie-Luise Braun
Unter der Regie von Andrea Pfaehler und Eduardo Torres wurde die Neuinszenierung 2020 erstmals vorgestellt und 2021 überarbeitet erneut zur Aufführung gebracht. Ganze neun Stunden versetzte das Stück die Zuschauer in das Leben mit dem Schatten, die Rolle des Mephisto war dabei auf vier verschiedene Aspekte fokussiert. „In unserem ‚Faust‘ gibt es den Mephisto...
Auf den ersten Blick sparsam eingerichtet und gleichzeitig bildstark zeigte sich die Bühne für die zeitgenössische Oper „Sleepless“ in der Berliner Staatsoper. Drei Ruderboote und eine Laterne, dahinter ruht schimmernd – je nach Beleuchtung mal silbrig, mal blaugrün – ein meterhoher, den Bühnenraum füllender Fischkörper. Er liegt auf dem Trockenen, scheint...
Am 30. November 2021 endete die Frist für die Antragstellung zum Förderprogramm „Neustart Kultur – Pandemiebedingte Investitionen in Kultureinrichtungen zur Erhaltung und Stärkung der bundesweit bedeutenden Kulturlandschaft“. Hat sich für die Spielstätten der Kampf mit den Antragsformularen gelohnt? Wir stellen sechs Kabarett-Theater vor und berichten, welche...
