Tanzende Architektur

Mit der Cité du théâtre in Paris entsteht ein neues Kunstzentrum als theatrale Inszenierung im städtischen Raum. Es beherbergt künftig das Conservatoire National Supérieur d’Art Dramatique (CNSAD), neue Aufführungssäle für das Odéon – Théâtre de l’Europe und für die Comédie-Française. Federführend ist das mehrfach ausgezeichnete Architekturbüro Nieto Sobejano Arquitectos.

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Was machen wir mit der Mauer? Das war eine der ersten Fragen, die wir uns gestellt haben“, erzählt mir Fuensanta Nieto vor dem Monitor in ihrem Madrider Office. Zusammen mit Enrique Sobejano betreibt sie das Architekturbüro Nieto Sobejano Arquitectos, das im vergangenen Herbst mit der Cité du théâtre, einer neuen künstlerischen Stätte in Paris, beauftragt worden ist. In einem internationalen Wettbewerb haben sie sich gegen Stararchitekten wie Foster + Partners durchgesetzt.

Das ambitionierte Projekt bringt drei wichtige französische Kulturinstitutionen zusammen: Hier wird der neue Sitz des Conservatoire National Supérieur d’Art Dramatique (CNSAD) entstehen sowie neue Aufführungssäle für das Odéon – Théâtre de l’Europe und für die Comé-die-Française. Im Jahr 2025 soll alles fertig sein. Der Ort und die Topografie sind aus vielen Gründen interessant. Das Herzstück der Cité du théâtre bilden die Ateliers Berthier, bis heute die Werkstätten der Pariser Oper, 1895 gebaut von ihrem berühmten Architekten Charles Garnier und sein einziger industrieller Bau. Die Mauer, der zweite Protagonist des Projekts, ist eines der wenigen Fragmente der Thiers’schen Stadtbefestigung von Paris (1841–44 ...

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BTR Ausgabe 1 2021
Rubrik: Bau und Betrieb, Seite 62
von Marina Dafova

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