Rad des Lebens

In der Operninszenierung „Fin de partie“ an der Berliner Staatsoper beeindruckt ein Riesenrad. Es schafft einen Deutungsraum für die Endzeitstimmung in Samuel Becketts Stück, das der ungarische Komponist György Kurtág als Oper eingerichtet hat. Eine besondere Herausforderung für Technik und Werkstätten

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Wie eine Oper auf die Bühne bringen, die fast keine Handlung hat? Dieser Herausforderung hat sich der Regisseur Johannes Erath und sein Team mit der Inszenierung von „Fin de partie“, gestellt, einer musikalischen Umsetzung des gleichnamigen Theaterstücks des irischen Autors Samuel Beckett durch den Komponisten György Kurtág. Kaspar Glarner schuf das Bühnenbild. Die Geschichte ist schnell erzählt: Das Ehepaar Nell und Nagg lebt in jeweils einer Mülltonne, da sie ihre „Hax’n“ bei einem Tandemausflug vor langer Zeit verloren haben.

Sie leben bei ihrem blinden Sohn Hamm, der im Rollstuhl sitzt, und werden alle drei von dem Diener Clov versorgt. Nell stirbt irgendwann, später verschwindet Nagg. Hamm und Clov beschließen, sich zu trennen, aber ob sie es schaffen, bleibt offen. Das Stück – und die Oper in gekürzter Form – beinhaltet im Wesentlichen Rückblicke auf glückliche Zeiten und das Sinnieren über den Tod und das Leben.

Beckett-Raum und Riesenrad
Die Musik schafft einen stimmungsvollen Klangraum für die Szene und stellt die Musikalität des Textes heraus. In der ersten Hälfte der Oper ist ein vielschichtiger, sogenannter Beckett-Raum mit einer kunstvollen Kombination aus Videos, ...

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BTR 2 2025
Rubrik: Produktionen, Seite 40
von Karin Winkelsesser

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