Operation am offenen Herzen geglückt
Im Stuttgarter Norden schlägt seit über 20 Jahren das kulturelle Herz der Stadt. Am 29. März 2003 öffnete das Theaterhaus am Pragsattel seine Türen zum ersten Mal. Die ehemalige Fabrikhalle der Rheinstahl Handelsgesellschaft wurde 1923 nach Plänen des Architekten Emil Fahrenkamp aus Düsseldorf erbaut. Die Neueröffnung 2003 war im Grunde genommen eine Wiedereröffnung, denn eigentlich fällt die Geburtsstunde der Kulturinstitution auf den 29. März 1985, damals in der ehemaligen Glasdachfabrik Julius Lorenz in Stuttgart-Wangen.
Dort entwickelte sich das Theaterhaus vom Vorreiter und Wegbereiter zu einem Flaggschiff des Stuttgarter Kulturlebens. Die wachsenden Zuschauerzahlen und das erweiterte Angebot an Veranstaltungen machten jedoch nach 18 erfolgreichen Jahren in Stuttgart-Wangen einen Umzug an den heutigen Standort am Pragsattel notwendig. Das Gebäude am Pragsattel strahlt auf seinen drei Etagen und mit über 12.200 Quadratmetern Nutzfläche stets Wärme und Offenheit aus, steht für kulturelle und gesellschaftliche Vielfalt. Dazu waren seinerzeit umfangreiche Baumaßnahmen notwendig. Zum Beispiel wurde die größte Halle T1 mit ihren über 1000 Sitzplätzen als freistehender Betonquader in ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent der Bühnentechnischen Rundschau? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Bühnentechnische-Rundschau-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Bühnentechnische Rundschau
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
BTR Ausgabe 6 2025
Rubrik: Bau und Betrieb, Seite 14
von Kai Bliesener
Romeo und Julia, das wohl berühmteste Liebespaar der Weltliteratur: Viele Zitate aus dem Drama von William Shakespeare sind sprichwörtlich geworden, die Balkonszene ist ikonisch: Wie wird sie nun am Residenztheater in München gelöst? Fünf Kilometer weiß lackiertes Vierkant-Stahlrohr, in Präzisionsarbeit verarbeitet zu einer fast zehn Tonnen schweren, motorisierten...
Der Schatten stand über Jahrhunderte buchstäblich im Schatten der Wahrnehmung. Die Aufmerksamkeit galt dem Licht, das spätestens seit der Aufklärung mit dem Anspruch einer umfassenden Erkenntnis gleichgesetzt wurde. Insofern kann die Entwicklung zumindest unserer westlichen Gesellschaften durchaus als eine Geschichte gelesen werden, in der ein Mehr an Beleuchtung...
Wir sitzen auf der Publikumstribüne für die Produktion „Guernica Guernica“ in der Geräuschkulisse des Bühnenaufbaus. Dabei sind der Technische Direktor Frank Zöllner, die freiberufliche Chefmaskenbildnerin Pia Norberg, die Produktionsleiter Ole Meißner und Darko Šošić und die Pressesprecherin Stephanie Noack. Fortwährend piepen die Genies und schallt der Sound von...
