„Eine Erweiterung von Theater“

Nils Corte ist freischaffender Regisseur, Autor und Creative Technologist und arbeitet zusätzlich als Künstlerischer Leiter der digitalen Spielstätte Extended Reality Theater (XRT) am Staatstheater Nürnberg. Dort hatte am 6. Dezember sein hybrides Theaterstück „Smart aber herzlich“ Premiere, das rund um die Uhr über die Plattform Twitch gestreamt wird. Ein Gespräch über digitales Theater und dessen Status quo

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Bei „Smart aber herzlich“ in der Regie von Nils Corte am Staatstheater Nürnberg geht es darum, dass das Verkaufshologramm eines Maklerbüros versucht, eine Wohnung unter die Leute zu bringen, aber das Inventar – Staubsaugerroboter und Smartfridge – sich alle Mühe gibt, jeden Interessierten zu vergraulen. Für die Zuschauer:innen besteht 42 Tage lang die Möglichkeit, mit diesen drei KIs zu interagieren und Teil einer WG-Soap zu werden.

Auch das Ensemble besucht diese WG – und treibt in sechs eigenständigen Episoden die Geschichte voran, die als Live-Aufführungen auch vor Ort im Nürnberger Zukunftsmuseum zu sehen sind.

Corte beschäftigt sich schon länger mit digitalem Theater: Er ist Alumni der Akademie für Theater und Digitalität und war mit der Produktion „Das House“ zum Showcase des Berliner Theatertreffens 2021 eingeladen. 2022 wurde er für die Produktion „Pan’s Lab“ für den FAUST in der Kategorie „Genrespringer“ nominiert. Er konzipiert und entwickelt Apps im Theaterkontext und steht in puncto digitales Theater im steten internationalen Austausch, etwa im Rahmen des Ars Electronica Festivals 2025 in Linz, bei dem der Schwerpunkt auf „Digital Theater“ lag (siehe Seite 47). Zum ...

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BTR Ausgabe 6 2025
Rubrik: Produktionen, Seite 44
von Julia Röseler

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