Restaurierter Realitätsverlust
Kurz mal zurück in die 90er? „Back to the 90s?“, so lautete der Titel eines dreimonatigen Programmschwerpunkts am Festspielhaus in Dresden-Hellerau. Warum die Zeit überhaupt zurückdrehen? Und wie könnte das gelingen? Bei „Back to the 90s?“ wurden diese Fragen mit unterschiedlichen Formaten angegangen, im Rahmen des Festivals „Transformation Forever“ ebenso wie im Themenfokus „Spurensuche“.
Es ging um die Neunzigerjahre in Mittel- und Osteuropa, nicht zuletzt aber auch um die Geschichte des Festspielhauses selbst, etwa bei der Ausstellung „ZOOM 90–06“ (lief wie das Festival vom 4. September bis 6. Dezember 2025) von Barbara Lubich und Svea Duwe. Einer der Höhepunkte des Programmschwerpunkts war zu Beginn des Festivals zu sehen: Harriet Maria & Peter Meining waren von Intendantin Carena Schlewitt eingeladen, am Festspielhaus Hellerau ihre Inszenierung „Genetik Woyzeck“ von 1997 nochmals zu zeigen. Und obwohl seit der Premiere 28 Jahre vergangen sind, verblüfft das Stück erneut, nicht nur, weil dem Abend jegliche Patina fehlt: Er wirkt so, als sei es gerade erst entstanden.
Im Banne einer „Geisterbeschwörung“
Eine „Videokonferenz mit tödlichem Ausgang“, so nannte das Regie-Duo den ...
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BTR Ausgabe 6 2025
Rubrik: Produktionen, Seite 42
von Bernhard Siebert
BTR: Luca Wex, was hat Sie zum Theater gebracht und letztlich ans Staatstheater Darmstadt?
Luca Wex: Schon mit sechs Jahren beschäftigte ich mich mit Stücken, habe eigene kleine Projekte vor meiner Familie aufgeführt und gesungen. Tatsächlich verschlug es mich dann erst mal in die Modebranche, weil ich das Bedürfnis hatte, mein eigenes Ding zu machen, mein eigenes...
01. Exportpreis Bayern in der Kategorie „Dienstleistung“
Der Bühnenplanung Walter Kottke Ingenieure GmbH (BWKI) wurde feierlich am 20. November der Exportpreis Bayern 2025 in der Kategorie „Dienstleistung“ verliehen. Der Preis wird jedes Jahr vom Bayerischen Wirtschaftsministerium gemeinsam mit dem Bayerischen Industrie- und Handelskammertag, der...
Stellt euch Folgendes vor: In einem großen deutschen Theater kann fast die Hälfte der eingesetzten Energie – also 48 Prozent – eingespart werden. Ohne Neubau, ohne Verzicht auf Wohlfühltemperaturen, ohne massive technische Eingriffe oder Umbauten. Einfach nur, indem man das Gebäude so betreibt, wie es tatsächlich genutzt wird. In anderen, vergleichbaren Häusern,...
