„Ohne Licht keine Kunst“

LED oder Halogen? Für Lichtdesigner und -techniker ist das nicht nur eine Entscheidung zwischen Trend und Tradition, sondern eng verbunden mit der Frage, welche Rolle die Beleuchtung in der Kunst spielt. Matthias Jung, Senior Account Manager Entertainment Lighting bei ams OSRAM, erklärt, warum klassische Leuchten besonders auf Theaterbühnen bis heute unverzichtbar sind

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LED-Technologie dominiert die Lichtgestaltung inzwischen auf allen Bühnen, viele Vorteile – von großer Lichtintensität über mehr Flexibilität bis hin zu Energieeinsparungen – liegen auf der Hand. Doch die konventionellen Scheinwerfer und Leuchtmittel werden von vielen Lichtdesigner:innen weiterhin geschätzt und verschwinden nicht gänzlich. OSRAM trägt mit einem vielfältigen Angebot an Technologien diesen unterschiedlichen Ansprüchen Rechnung.

Andrea Gregori: Herr Jung, wann waren Sie zuletzt selbst auf einem Konzert oder im Theater?
Matthias Jung: In meiner Wahlheimat Berlin herrscht ein riesiges kulturelles Angebot. Da bin ich zu einem begeisterten Konzert- und Theaterbesucher geworden. Mein letztes Lichtevent, was ich besucht habe, war allerdings kein Bühnenevent, sondern eine Kunstinstallation – „DARK MATTER“ – das war sehr sehenswert.

Als Lichtexperte im Zuschauerraum – worauf achten Sie besonders? Was beeindruckt Sie? 
Nach vielen Jahren Tätigkeit entwickelt man eine Art Berufskrankheit und schaut sich bei jedem Bühnenbesuch, egal ob Theater oder Rockkonzert, automatisch die Bühnenbeleuchtung an. Dabei beeindrucken mich viele Arten von Licht, sowohl Weißlicht für ...

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BTR Ausgabe 1 2025
Rubrik: Licht, Ton, Produktionen, Seite 22
von Andrea Gregori

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