Kulturelle Energie im ehemaligen Heizwerk
Obwohl Neuaubing nominell zur Stadt München gehört, führt die Fahrt dorthin auf der A 99 durch Wälder und Felder; fast menschenleer erscheint die fast zwei Quadratkilometer große Aubinger Lohe.
Man kann sich kaum vorstellen, wie betriebsam es hier zu früheren Zeiten zuging: Um die Jahrhundertwende setzte im Münchner Westen die Industrialisierung ein – mit dem Eisenbahnanschluss wurden nach und nach eine Chemiefabrik und eine Ziegelei, ein Ausbesserungswerk der Reichsbahn, ein Wasserwerk sowie eine Flugzeugfirma gebaut; es entstand ein Industriedorf westlich vom historischen Ortskern, während des Zweiten Weltkriegs auch ein Zwangsarbeiterlager. All diese Betriebe existieren heute nicht mehr. Sie wurden stillgelegt und zum Großteil abgerissen und überbaut.
Die Geschichte des Heizkraftwerks allerdings, das bereits um 1920 von einem heute unbekannten Architekten geplant worden war, verlief anders: Als die Reichsbahndirektion München im Jahr 1937 das Projekt „Münchner Ost-West-Achse“, das den Münchner Hauptbahnhof in den Westen verlegen sollte, konzipierte, brauchte man dafür Energie und griff auf jene Pläne zurück. Drei Jahre später begann man mit dem Bauvorhaben, doch es konnte ...
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BTR Ausgabe 1 2025
Rubrik: Licht, Ton, Produktionen, Seite 17
von Eva Maria Fischer
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