Nachgefragt: Carl Koischwitz
BTR: Herr Koischwitz, was hat Sie zum Theater gebracht?
Carl Koischwitz: Das war eher Zufall: Nach dem Abi wusste ich nicht so recht, was ich machen sollte. Daher schob ich ein FSJ beim Theater Eisleben an – ich fand das Theater immer gut, war dort mit der Schule, aber auch privat einige Male. Im Zuge des FSJ entdeckte ich dann überhaupt erst den Beruf des Tontechnikers.
Wie sieht für Sie ein typischer Arbeitstag aus?
Nach meiner Auffassung gibt es keinen typischen Arbeitstag, jeder Tag ist etwas anders.
Heute zum Beispiel habe ich für eine Produktion Video und Ton rausgesucht und das zusammengeschnitten. So wurde ein Ton gewünscht, wie wenn man einen Koffer zieht. Das nehmen wir entweder selber auf – was ich heute gemacht habe – oder wir gucken in unserem relativ großen Pool an Tönen auf unserem Server nach. Mit den Videos verhält es sich ähnlich: Manchmal hat man was da, manchmal muss man es selber produzieren. Danach erledigte ich noch Wartungsarbeiten wie Kabel prüfen und habe das eine oder andere in unserem Lager aufgeräumt. Wir arbeiten im Schichtbetrieb. Heute hatte ich normalen Tagesdienst, der geht meistens von 8 Uhr bis 16:30 Uhr. Wenn Abendvorstellung ist, dauert ein ...
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BTR Ausgabe 1 2025
Rubrik: Beruf und Bildung, Seite 83
von Julia Röseler
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